Angelina Jolie und die mutige Angst vor Krebs

Angelina Jolie
Mutig

Die Schauspielerin Angelina Jolie ist ja immer wieder für eine mutige Lebensentscheidung gut – selbst wenn es weh tut. Als sie sich vor 2 Jahren wegen ihrem erhöhten Brustkebsrisikos beide Brüste amputieren ließ, wurde dies in allen Medien heiß diskutiert. Nun wurden ihr auch die Eierstöcke und Eileiter entfernt.
Warum nur?

Angelina Jolie und das genetische Krebsrisiko

Frau Jolie hat einen vererbten BRCA1-Gendefekt, ihre Ärzte hatten ihr dadurch ein 87-prozentiges Brustkrebsrisiko errechnet, die Möglichkeit, an Eierstockkrebs zu erkranken lag bei 50 Prozent. In Anbetracht ihrer Familiengeschichte ist es mit Sicherheit nicht übertrieben, über ein solches Risiko mutig und aktiv nachzudenken. Denn bereits ihre Mutter, Tante und Großmutter starben an Krebs.
Natürlich führt ein positiver BRCA1-Test nicht unweigerlich zu einer Krebserkrankung. Aber bei ihr wurden Blutwerte festgestellt, die auf einen möglichen Krebs im Frühstadium hinwiesen und so entschloss sie sich zu diesem Eingriff.

Angelina Jolie und die mutige Angst vor Krebs

Der Titel „mutige Angst vor Krebs“ hört sich seltsam an. Aber ich denke, dass es eine Sache ist, Angst vor Krebs zu haben, besonders wenn diese (aus welchen Gründen auch immer) begründet ist, die andere Sache ist es natürlich, mutig und konsequent darauf zu reagieren. Eine Amputation beider Brüste ist ein schwerwiegender Eingriff und selbst wenn man in Promikreisen ja recht schnell mit Brustplastiken bei der Hand sein mag, ist dies auch kein Pappenstiel. Dies vor seiner Familie und vor der manchmal gehässigen Weltöffentlichkeit zu thematisieren, würde vielleicht einem Betroffenen noch schwerer fallen, als der medizinische Eingriff an sich.
Gegenüber dieser Brust-OP scheint die Entfernung von Eierstöcken und Eileitern relativ harmlos zu sein, aber vielleicht hat die schillernde Nachrichtenwelt doch recht, wenn sie sogar von einer Entfernung der Gebärmutter spricht.
Auf jeden Fall ist Angelina Jolie nach diesem Eingriff mit 39 Jahren in die wundersame Welt der Wechseljahre eingetreten. Dennoch sieht sie dies gelassen, denn Wechseljahre

…. sind nichts, wovor wir uns fürchten müssen.“

Da kann ich nur sagen: Hut ab!

Foto: Frauenfigur ©frau-sabienes.de
Text: Angelina Jolie und die mutige Angst vor Krebs ©frau-sabienes.de

Ein Kommentar zu “Angelina Jolie und die mutige Angst vor Krebs

  1. Rumpel sagt:

    Angelina Jolie sagt, sie sei deshalb an die Öffentlichkeit gegangen, um andere Frauen auf die Möglichkeit der präventiven Eierstockentfernung aufmerksam zu machen.

    Wenn schon Information, dann aber bitte richtig!!

    Da das Bauchfell (Peritoneum) entwicklungsgeschichtlich aus den selben Zellen wie die Eierstöcke entsteht, kann es nach der Entfernung der Eierstöcke nichtsdestotrotz zu einem Eierstockkrebs kommen; und zwar im Bauchfell (extraovarielle Ovarialkarzinom). Diese Tatsache sollte nach einer Entfernung der Eierstöcke und Eileiter im Hinterkopf behalten werden.
    Durch Kastration, also dem Entfernen der Keimdrüsen, kommt Frau nicht in die WechselJAHRE, sondern macht eine Punktlandung hintendran.
    Sie hat keine JAHRE für den Wechsel, sie kommt in den „kalten Entzug“!
    Sie hat eine sog. Chirurgische Menopause mit der OP machen lassen.
    Da sind die Auswirkungen um einiges heftiger, als wenn man „die normalen Wechseljahre“ durchmacht.

    Machen wir uns nichts vor, sie hat die Möglichkeit, sich gute Ärzte zu suchen, die eine Hormonersatztherapie bei ihr optimal einstellen werden. Im Gegensatz zu Lili Blümchen aus Kleinwiesbachtal.

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