Intermittierendes Fasten – 2. Teil der Artikelserie über das Fasten

intermittierendes fasten
Intermittierendes Fasten als Alternative zum Heilfasten?

Hat mein erster Beitrag der Artikelreihe über das Fasten euer Interesse an einer Heilfastenkur geweckt?
Und ihr seid nun im Zweifel, ob eine solche Fastenkur überhaupt für euch praktikabel oder alltagstauglich ist?

Dann wäre vielleicht das Intermittierende Fasten eine Alternative für euch.
Und darum soll es heute gehen.

Intermittierendes Fasten

Intermittierendes Fasten oder Intervallfasten oder Teilzeitfasten ist eine Form des Fastens, bei dem sich Fastentage mit Tagen, an denen normal gegessen werden darf, abwechseln.
Entdeckt wurde diese Ernährungsform in Tierversuchen, bei denen man feststellte, dass sich diese Methode sehr positiv auf die Gesundheit und Lebenserwartung der Tiere auswirken kann.
Natürlich sind Tierversuche fragwürdig und deren Erkenntnisse nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragbar. Aber man geht davon aus, dass unsere Körper seit Menschengedenken gar nicht auf regelmäßige Mahlzeiten und ganz besonders auf Snacks zwischendurch ausgelegt ist. Unser Stoffwechsel kann eine ständige Nahrungszufuhr nicht so gut verarbeiten und ist dadurch im ständigen Speichermodus.

Und wo er dann die ganzen leckeren Sachen abspeichert, können wir uns ja denken.

Diese Fastenform ist nicht ganz mit dem traditionellen Heilfasten vergleichbar, bei dem das Hauptaugenmerk auf der Entschlackung und Reinigung des Körpers liegt.
Aber tatsächlich ist es wissenschafftlich belegt, dass wenn man 14 Stunden lang fastet, automatisch die sogenannte Autophagie einsetzt. Dabei reinigt sich der Körper, in dem er abgestorbene Zellbestandteile verbrennt.
Ein Reinigungseffekt ist also auch hier zu erwarten.

Wie geht das Intermittierenden Fasten?

Diese Fastenform ist genauso unkompliziert wie preiswert. Und man muss sich auch nicht im Vorfeld mit Glaubersalz oder anderen Darmreinigungsgeschichten rumärgern, was viele von uns als Vorteil empfinden dürften.
Man muss sich lediglich zwischen einer dieser vier Methoden entscheiden:

16:8 Methode

Das dürfte die einfachste Methode sein. Dabei fastet ihr über 16 Stunden und verteilt eure Mahlzeiten auf die verbleibenden 8 Stunden.
Traditionell legt man diese Fastenstunden dann in die Nachtstunden, weil man im Schlaf sowieso kein Essen braucht. In der Praxis bedeutet das, dass wenn ihr zum Beispiel um 19.00 Uhr eure letzte Mahlzeit zu euch nehmt und dann erst wieder am nächsten Tag ab 11.00 Uhr eine Kleinigkeit essen dürft.
Das Frühstück fällt also aus und wer von euch am Morgen sowieso nur eine Tasse Kaffee und die Zeitung braucht, dürfte damit keine Schwierigkeiten haben.

2:5 Methode

Bei dieser Methode sucht ihr euch 2 Fastentage pro Woche aus, an denen ihr wie beim Heilfasten nur Wasser und ungesüßten Tee trinkt. Auch hier ist eine Kalorienzufuhr von maximal 500 kcal (in Form von Gemüsebrühe) erlaubt. Die Fastentage sollten natürlich nicht aufeinander folgen,  es müssen aber nicht immer die gleichen Wochenentage gewählt werden. Aber vielleicht wäre eine solche Routine hilfreich.

1:1 Methode

Ein Tag fasten – ein Tag essen und dann wieder von vorne. Wer schnell viel erreichen will (Entschlackung, Gewichtsverlust), ist mit dieser Methode gut beraten. Ich stelle sie mir aber als sehr anstrengend vor.

36:12 Methode

Man fastet bei dieser Methode 36 Stunden lang und darf dann in den folgenden 12 Stunden wieder essen. Wenn man also am Mittwoch um 8.00 Uhr mit dem Fasten beginnt, darf man erst am Donnerstag ab 20.00 Uhr wieder etwas zu sich nehmen und muss dann spätenstens am Freitag um 8.00 Uhr mit dem Essen fertig sein.
Diese Intervalle erscheinen mir viel zu anstrengend. Außerdem bin ich der Meinung, wer es schafft, ganze 36 Stunden zu fasten, der kann auch gleich eine richtige Heilfastenkur machen.

Vorteile des Intermittierenden Fasten

Diese Fastenform hat viele Vorteile:

  • Ihr könnt sie bequem an euren persönlichen Lebensrhythmus anpassen, in dem ihr die Fastentage so legt, dass sie nicht mit dem großen Familienessen kollidieren
  • Ihr seid auch an den Fastentagen leistungsfähiger und könnt zum Beispiel Sport machen
  • Euer Insulinstoffwechsel reguliert sich
  • Produktion von Wachstumshormonen wird gesteigert, die den Muskelaufbau und den Fettstoffwechsel fördern
  • Eure Cholesterinwerte sinken
  • Ihr verliert Gewicht und:
  • die Gefahr, dass der Grundumsatz fällt, ist geringer, als bei vielen anderen Diäten, solange ihr in der Zeit, in der ihr Essen dürft, keine Berge an Nahrung zu euch nehmt. Denn der Körper sieht sich nicht genötigt, Reserven für Hungersnöte anzulegen.

Nachteile:

Ich konnte bei meiner Recherche kaum Nachteile finden. Allerdings ist die Gefahr einer Heißhungerattacke oder Fastenkrise größer, wenn im Vorfeld keine Darmreinigung stattgefunden hat.

Für Schwangere, stillende Mütter, Kinder und Jugendliche, sowie für Menschen mit Stoffwechselerkrankungen, Herz-Kreislaufproblemen und anderen Erkrankungen ist das Intermittierende Fasten natürlich nicht geeignet.
Fragt also bitte im Zweifelsfall euren Arzt, bevor ihr damit loslegt.

Literatur

Zu diesem Thema gibt es natürlich auch noch ganz viel zu lesen: (Die folgenden Empfehlungen können Spuren von Amazon-Links enthalten)

Gesund und schlank durch Kurzzeitfasten von Daniel Roth

Mit dieser einfachen Aussage lässt sich die erstaunliche Wirkung des hier vorgestellten Ernährungskonzepts bereits treffend zusammenfassen. Denn in Anbetracht des nachgewiesenen gesundheitlichen Nutzens des Kurzzeitfastens wird der eintretende dauerhafte Gewichtsverlust fast schon zum schönen Nebeneffekt.

   

Intermittierendes Fasten fuer Frauen: Schnell, einfach & gesund abnehmen ohne Verzicht von Ditha Meinz

Der weibliche Körper hat beim Fasten andere Bedürfnisse und Voraussetzungen als der männliche Körper. Ich erkläre Dir in diesem Buch, wie Intermittierendes Fasten im Detail funktioniert und auf was Frauen besonders achten sollten, um erfolgreich abzunehmen. Ich verweise zwar auf zahlreiche wissenschaftliche Studien, schreibe aber klar verständlich und ohne unnötige Fachbegriffe.

   

Esspausen: Besser als jede Diät! von Elke Schulenburg

Die einfachste und unkomplizierteste, billigste und gleichzeitig effektivste Art des Abnehmens sind laut Autorin, die sich jahrelang mit dieser Methode des Abnehmens beschäftigte, Esspausen. Diese Art von Kurzzeitfasten hat sich immer mehr als Jungbrunnen für Körper und Geist herausgestellt.
Ob 3-Stunden-Pausen am Tag oder Fasten für 3 Tage pro Woche – Elke Schulenburg klärt auf über Risiken und Nebenwirkungen, gibt Starthilfe und Tipps für die Anwendung im Alltag. Der Verzicht auf Nahrungsaufnahme lässt den Körper abschalten und die Kilos purzeln!

Das war es von meiner Seite aus.
Habt ihr bereits Erfahrungen mit dem Intermittierenden Fasten gemacht?

Dann erzählt es mir!

Foto: Intermittierendes Fasten als Alternative zum Heilfasten? ©frau-sabienes.de
Text: Intermittierendes Fasten – 2. Teil der Artikelserie über das Fasten ©frau-sabienes.de

2 Kommentare zu “Intermittierendes Fasten – 2. Teil der Artikelserie über das Fasten

  1. Hallo Sabine, ich bin grad auf diesen Blogartikel gestoßen. Sehr interessant. Hast du schon mal eine der Methoden ausprobiert?
    Übrigens, ich bin ebenfalls weit in den fünfzigern und blogge über Reisen für uns in den besten Jahren.
    Lg Dagmar

    • Frau Sabienes sagt:

      @Dagmar: Ja. Ich habe ein paar Mal Heilfasten gemacht und im Moment probiere ich die 16:8 Methode aus. Aber dazu gibt es noch nicht so viele Erkenntnisse, außer dass es mir nicht allzu schwer fällt.
      Deinen Reiseblog für die besten Jahre schaue ich mir gleich an!
      LG Sabienes

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