La La Land – Das preisgekrönte Filmmusical mit Ryan Gosling und Emma Stone

la la land filmplakat
La La Land – Musik und Tanz in Bonbonfarben

Das Filmmusical La La Land läuft zwar schon lange in den Kinos, dennoch lohnt sich ein Blick auf diesen preisgekrönten Streifen. Denn ab Mitte Mai wird es ihn auf DVD und später dann im Fernsehen geben.
Und da sollte man schließlich gewappnet sein!

Die Handlung

Sebastian (Ryan Gosling) ist ein ebenso talentierter, wie erfolgloser Jazz-Pianist. Mia (Emma Stone) träumt von einer Filmkarriere und hat nach eigenen Angaben bereits bei Millionen von Castings vergeblich teilgenommen. Beide leben im La La Land – Los Angeles – und halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Und beide träumen sie von der Karriere, von der Anerkennung als Künstler. Und sie wünschen sich einen Partner, der sich ebenso wie sie selbst mit Leib und Seele der Kunst verschreibt.

Zum ersten Mal begegnen sie sich in einem der legendären Staus in der Peripherie von LA. Danach treffen sie – wie sollte es in einer Millionenstadt anders sein – immer wieder zufällig aufeinander. Bei ihrer dritten Begegnung versicheren sie sich angeheitzt von dem mürrischen Sebastian ihr gegenseitigis Desinteresse aneinander.  (Natürlich singend und tanzend)
Bei einem weiteren Treffen versichern sie sich – auch wieder singend und tanzend – ihrer Liebe und entschwinden in diesem Tun auf Wolke 7.
Nun ein offizielles Paar schlagen sie sich in einer gemeinsamen Wohnung mit Geldsorgen und künstlerischen Zukunftsplänen herum. Mia schreibt an einem avangardistisch-exemperimentellen Theaterstück, das durch seinen wahren künstlerischen Anspruch bestechen soll. Sebastian wird dank einem alten Freund in eine Band aufgenommen, die kommerziellen Disco-Jazz produziert und kann sich plötzlich vor Erfolg kaum retten.

Durch seine vielen Bandtermine vernachlässigt er seine Freundin Mia und verpasst die unsagbar misslungene Premiere ihres Theaterstücks. Mia ist unsagbar enttäuscht.
Dennoch erhält sie bald darauf ein attraktives Filmangebot, für das sie eine zeitlang in Paris leben müsste. Mia und Sebastian trennen einvernehmlich für diese Karrierechance.

Fünf Jahre später ist aus Mia eine erfolgreiche Filmschauspielerin geworden, hat einen anderen Mann geheiratet und sie haben ein gemeinsames Kind.
Sebastian hat inzwischen einen angesehenen Jazz-Club in der Stadt gegründet, in der handverlesene Stücke der alten Jazz-Größen gespielt werden.
Eines schönen Abends verschlägt es Mia und ihren Mann in diesen Club. Sie und ihr Ex-Lover erkennen sich sofort und Mia gestattet sich einen Spaziergang in das Land der Träume und des „Was-wäre-wen?“.

La La Land – Meine Meinung

Dieser Film ist kein typischer Frauenfilm, aber durchaus ein Film, an dem wahrscheinlich nur Frauen ihren Spaß haben werden. Denn bereits in der ersten Szene sehen wir, wie auf dem auf dem berüchtigten „Spaghetti-Highway“ in Bonbonfarben gesungen und getanzt wird, was das Zeug hält. Und dabei habe ich mir überlegt, ob ich mich nicht im falschen Film befinde. Mein Mann hätte es gewusst und den Kinosaal verlassen.
Ich fand die Farbgebung des Films mehr als anstrengend. Der Colorkey erinnert oft an einen Instagramfilter, den man nicht benutzen sollte und bei den Kleidchen in Zitronengelb, Hellgrün und Quietschrosa kann man nur hoffen, dass es sich hier nicht um die kommenden Modefarben handeln wird.

Die Gesangs- und Tanzszenen lehnen sich zum Teil ganz bewusst an die berühmten Tanzszenen von und mit Gene Kelly an. Aber die Darsteller sind keine Tanzprofis und dennoch stehen sie tapfer zu ihrem Nicht-Können.
Eine solche Ehrlichkeit kann ich genauso würdigen, wie das anstrengende Tanztraining, das sie zu überhaupt zu diesem Level geführt hat.

Zu den Darstellern

Der magere Ryan Gosling spielt seine Rolle mürrisch, verletztlich und sieht dem Jan Böhmermann sehr, sehr ähnlich.
Die Rolle der Mia hätte eigentlich von Emma Watson besetzt werden sollen. Da diese aber ein solches Engagement nicht in ihrem prallgefüllten Terminkalender unterbringen konnte, übernahm ihre Namensvetterin Emma Stone diesen Part. Das wird sie sehr gefreut haben und wenn Emma Stone sich freut und lacht, geht überall auf dieser Welt die Sonne auf.

Die Botschaft

Bei diesem Film handelt es sich um keinen reinen, romantischen Liebesfilm, auch wenn es stellenweise nicht so wirkt.
La La Land handelt zum einen von der Notwendigkeit, erwachsen zu werden und seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Aber er zeigt auch, wie schnell und einfach man sich als Teilnehmer der Musik- und Filmszene für den Aufstieg auf der Karriereleiter korrumpieren lässt. Für den Erfolg müssen dann ganz selbstverständlich die Partnerschaft und vor allen Dingen die Träume geopfert werden.
Allerdings wird dieser Umstand nicht kritisiert, sondern nur aufgezeigt und billigend in Kauf genommen.

La La Land transportiert aber noch eine weitere Botschaft: Guter, handgemachter Jazz ist eine unglaublich tolle Musik!

Mein Fazit:

Ich habe einen schönen Kinoabend mit Freundinnen verbracht und gute Musik gehört.
Was die Darsteller tänzerisch aus sich herausgeholt haben, hat mich beeindruckt.

Ansonsten fand ich den Film mittelmäßig unterhaltsam und ziemlich sinnlos. Der Umstand, dass er mit 6 Oscars zugeschmissen wurde (unter anderem Emma Stone als beste Hauptdarstellerin), wundert mich gar nicht.

Singt er doch das Hohelied auf das La La Land, auf Los Angeles und ganz besonders auf die Traumfabrik in Hollywood.

Habt ihr den Film gesehen? Wie hat er euch gefallen?

Foto: Filmplakat von La La Land ©frau-sabienes.de
Text: La La Land – Das preisgekrönte Filmmusical mit Ryan Gosling und Emma Stone ©frau-sabienes.de

2 Kommentare zu “La La Land – Das preisgekrönte Filmmusical mit Ryan Gosling und Emma Stone

  1. Deine Rezension des Filmes hat mir weitergeholfen. 🙂 Ich weiß jetzt, dass ich nicht traurig sein muss, dass ich den Film im Kino verpasst habe. Ich glaub, der Streifen würde mir nicht gefallen. Danke.
    LG Myriam

    • Frau Sabienes sagt:

      @Myriam: Man muss ein echter Fan von Musikfilmen sein, um diesen Film wirklich richtig zu mögen. Er hatte aber auch seine schöne Szenen, aber dringend muss man ihn nicht sehen.
      LG Sabienes

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