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HĂ€usliche Pflege oder Pflegeheim – Pro und Kontra

Zuletzt bearbeitet am 4. Oktober 2018

häusliche pflege oder Pflegeheim

Wie geht es nun weiter?

Eine Bekannte von mir nahm nach dem Tod ihres Mannes ihre ebenfalls verwitwete Mutter zu sich ins Haus. Aus der rüstigen Rentnerin wurde innerhalb kürzester Zeit ein Pflegefall und meine Bekannte sah sich ganz entgegen ihrer gemeinsamen Plänen der Aufgabe gegenüber, ihre demente, bettlägerige und kaum mehr ansprechbare Mutter zu pflegen.
Ein befreundetes Ehepaar baute auf dem Grundstück seiner Eltern mit der Auflage, später deren Pflege zu übernehmen. Irgendwann waren die Eltern dann so alt, senil und gebrechlich, dass unsere Freunde mit der Pflege überfordert waren und schweren Herzens ein Seniorenheim für sie suchen mussten.

Viele Menschen in unserem Alter sehen sich damit konfrontiert, dass ihre Eltern alt werden. Und viele von uns müssen sich mit dem Tatbestand auseinander setzen, dass sie ihre Angehörigen pflegen müssen. Aber wie soll eine solche Pflege aussehen? Kann man eine häusliche Pflege organisieren oder wäre die Unterbringung in ein Altersheim doch die bessere Lösung?
Beide Alternativen haben ihre Vor- und Nachteile und darum soll es heute gehen.

Häusliche Pflege oder Pflegeheim – Pro und Kontra

häusliche pflege oder pflegeheim

Häusliche Pflege oder Pflegeheim

Unterbringung im Pflegeheim

Auf Grund der desolaten Situation in der Kranken- und Altenpflege bekommen Pflegeheime einen immer schlechteren Ruf. Allerdings hat eine solche Unterbringung auch ihre Vorteile und manchmal ist sie sogar alternativlos:

  • Eine häusliche Pflege kann für die pflegenden Angehörigen eine immense Belastung in körperlicher, sozialer und psychischer Hinsicht bedeuten und erfordert immer auch ein gewisses pflegetechnisches Know-how. Außerdem müssen die Wohnbedingungen für eine solche Betreuung geeignet sein.
  • Die räumliche Distanz: Wenn die Kinder weiter weg wohnen, ist eine häusliche Betreuung nur mit einem Umzug der Eltern oder des Elternteils möglich und man muss sich überlegen, ob ein solcher Ortswechsel noch zumutbar ist.
  • Die Senioren haben im Pflegeheim eher die Möglichkeit, einer lückenlosen medizinischen Versorgung.
  • Sie leben in einer sicheren Umgebung, in dem sie sich nicht selbst oder andere verletzen können.
  • Die Senioren können hier soziale Kontakte aufbauen, es gibt je nach Heim Angebote zur Unterhaltung oder spezielle Therapien zur Erhaltung der körperlichen und geistigen Fitness.

Dem gegenüber steht natürlich die mangelnde Privatsphäre und Selbstbestimmung, sowie die oben erwähnten Missstände. Außerdem ist eine solche Unterbringung natürlich auch ein Kostenfaktor.

Häusliche Pflege

Wahrscheinlich wollen die meisten Betroffenen zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können und dort gepflegt werden. Und das hat auch einige Vorteile:

  • Die vertraute Lebensraum gibt den Senioren Sicherheit im Alltag.
  • Das Zusammenleben von Alt und Jung kann für beide Seiten sehr fruchtbar sein.
  • Die persönliche Ansprache und Zuwendung ist eher gegeben, als mit einem überarbeiteten Pflegepersonal.
  • Es ist trotz aller Probleme die wahrscheinlich menschlichere Lösung.
  • Eine häusliche Pflege ist meistens kostengünstiger zu organisieren, selbst wenn zur Mitbetreuung ein Ambulanter Pflegedienst organisiert wird.

Allerdings ist eine häusliche Betreuung der eigenen Angehörigen eine wirklich schwere Aufgabe und man sollte es sich gut überlegen, ob man dies erfüllen kann. Denn die Bedürftigkeit dieser Familienmitglieder nimmt nicht mit der Zeit ab, sondern wird größer.

Fazit

Ich bin mir nicht sicher, wie ich in einem solchen Fall entscheiden würde.
Aber generell halte ich es für die beste Lösung, wenn die Senioren so lange wie möglich selbstbestimmt leben können und sei es in einer Anlage für betreutes Wohnen. Langes Siechtum im Alter ist für alle Betroffenen ein Martyrium und ich hoffe inständigst, dass ich und meine Familie davon verschont bleiben.

Falls ihr von dieser Thematik betroffen seid, würde ich mich sehr für eure Meinungen und Erfahrungen interessieren!

Alle Fotos: Häusliche Pflege oder Pflegeheim – Pro und Kontra ©frau-sabienes.de
Text: Häusliche Pflege oder Pflegeheim – Pro und Kontra ©frau-sabienes.de

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Zusammenfassung:
Häusliche Pflege oder Pflegeheim - Pro und Kontra
Thema
Häusliche Pflege oder Pflegeheim - Pro und Kontra
Beschreibung
Häusliche Pflege oder Pflegeheim? Vor dieser Entscheidung stehen viele Angehörige, besonders wenn die Eltern krank oder unter Demenz leiden
Geschrieben von:

25 Kommentare zu “HĂ€usliche Pflege oder Pflegeheim – Pro und Kontra

  1. Birgt

    Ich mache mir nur ĂŒber mich Gedanken und ich möchte niemandem aus der Familie zur Last fallen. Betreutes Wohnen, Mehrgenerationenhaus, Senioren-WG – fĂŒr mich die liebere Lösung.

    1. Frau Sabienes Beitragsautor

      @Birgit: Ein Mehrgenerationenhaus könnte ich mir gut vorstellen. Ich glaube, dass das einen jung hÀlt, wenn man möglichst lange in der NÀhe von jungen Leuten lebt und sich mit ihnen auseinandersetzt.
      LG Sabienes

  2. sabine puttins

    Salve!
    Mit Deinem heutigen Thema musst Du des Gedanken/Feed/Lesens mĂ€chtig sein… 😉

    Exakt heute stand ich vor dieser Fragestellung und es war „Besuch vom Amt“ wegen meiner leicht dementen Tante, die ihre Körperhygiene groß vernachlĂ€ssigt und sich – altersstörrisch – auch nicht helfen lassen will…

    Ich wehre mich vehement gegen eine Heimunterbringung, da meine Tante dann sich selber aufgeben wĂŒrde und ihren Lebensmut verlöre – dazu ist sie zu “eigensinnig und zu wenig anpassungsfĂ€hig”.

    Und ich kenne zahlreiche “FĂ€lle” (aus:real:life: Heimbesuchen bei meiner Großmutter), die kurz nach der Einweisung ins Heim resignierten und verstarben.

    Als Kleinkind bin ich ĂŒberwiegend bei meiner Tante aufgewachsen und meine Tante hat mich mein Leben lang unterstĂŒtzt, u.a. zum Beispiel durch aktiven Beistand in PrĂŒfungssituationen an der Hochschule – JETZT braucht sie Hilfe, die ich ihr mehr als schuldig bin und zu der ich mich auch aus moralisch-ethischen GrĂŒnden auch verpflichtet sehe.

    Deshalb kommt NUR UND AUSSCHLIESSLICH eine heimische Versorgung in Frage – Pflegedienste helfen dabei!

    Meine Entscheidung ist natĂŒrlich individuell auf meine (eigensinnige) Tante bezogen und hat keine AllgemeingĂŒltigkeit: ich kann auch (z.B. bei fehlender NĂ€he) Heimunterbringungen verstehen – nur ist halt nicht jedermann „unterbringungsgeeignet“…

    Greetz

    Sabine

    1. Frau Sabienes Beitragsautor

      @Sabine Puttins: So lange du das körperlich, zeitlich und psychisch packst und vor allen Dingen gerne tust, ist es bestimmt die beste Lösung. Zum einen fĂŒr deine Tante, aber auch fĂŒr dich selbst, weil du dich ansonsten nĂ€mlich nicht gut fĂŒhlen wĂŒrdest.
      LG Sabienes

    2. sabine puttins

      Salve!
      Der Pflegedienst war zu einer Vorbesprechung hier und ab heute kommt er regelmĂ€ĂŸig…
      Zu einem Arztbesuch (Tante war 50 !!! Jahre nicht in ambulanter Behandlung) konnte ich sie auch ĂŒberreden. Der Arzt machte ihr auch die Wichtigkeit (–> sonst Beinamputation in Aussicht gestellt wg. offener Beine) klar…

      Die Demenz ist noch nicht EXTREM gravierend, so dass sie nun auch die Notwendigkeit einsieht (Nachbarn, die sie seit 50 Jahren kennt, haben ebenfalls – unterstĂŒtzend – zugeredet).

      Ich sehe fĂŒr mich eine GROSSE Entlastung mit einem Pflegedienst, da – wie erwĂ€hnt – Heimunterbringung KEINESWEGS in Frage kommt…

      Jetzt muss ich auch mal LOBEND die staatlichen UnterstĂŒtzungen loben, die sich ebenfalls mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst und der Betreuungsstelle in Kooperation mit Krankenhaus eingesetzt haben und ihr – sozusagen – die Postille vor die Brust gehalten haben mit der Wahl: Pflegedienst oder entmĂŒndigt ins Heim.

      Ich hege jetzt die Hoffnung:

      ALLES WIRD GUT!

      Und verharre in dieser Hoffnung

      mit Greetz

      Sabine

    3. Frau Sabienes Beitragsautor

      @Sabine Puttins: Es ist doch erstaunlich, welchen Zugang dann auf einmal fremde Menschen finden. Und naja, wenn der Herr Doktor schon sagt ….
      NatĂŒrlich wird alles gut!
      Geht auch gar nicht anders.
      LG
      Sabienes

  3. Birgit

    Liebe Sabienes,
    gerade komme ich aus dem Altenheim, in dem meine Mutter nun seit gut einem Jahr lebt und sich wohl fĂŒhlt. Ich musste ihr vor Jahren mal das Versprechen geben, dass ich sie niemals in ein Heim „stecken“ werde. Daran fĂŒhlte ich mich gebunden. Und wie aus heiterem Himmel wollte sie dann betreut wohnen, weil es ihr in ihrer Wohnung zu beschwerlich wurde. Sie ist „vergesslich“ und nicht gut auf den Beinen. Im Heim fĂŒhlt sie sich wohl, hat Kontakt zu ihresgleichen. Mittlerweile habe ich einen Pflegedienst organisiert fĂŒr die Medikamenteneinnahme. FĂŒr mich ist diese Lösung eine Erleichterung und wenn ich sie besuche, ist das fĂŒr uns beide entspannt.
    Liebe GrĂŒĂŸe – Birgit

    1. Frau Sabienes Beitragsautor

      @Birgit: Das gibt es also auch, dass sich ein Senior eine Heimunterbringung aktiv wĂŒnscht! Wie hĂ€ttest du reagiert, wenn sie sich gewĂŒnscht hĂ€tte, dass du sie zu dir nimmst?
      LG Sabienes

  4. vivilacht

    bei uns ist das auch nicht anders. Es gibt genug von meinen Bekannten, die aelter sind als wir, die in ein Heim mit betreutem Wohnen gehen. Andere nehmen sich eine Pflegerin, wenn sie es sich leisten koennen. Aber auch da ist immer die Frage, wie es den Leuten gesundheitlich geht und was sie brauchen.

    1. Frau Sabienes Beitragsautor

      Freunde von uns hatten einmal eine Pflegerin aus Polen fĂŒr die alte Mutter. Die junge Frau hat sich das aber viel leichter vorgestellt. Denn die Mutter war nicht bettlĂ€gerig, dafĂŒr Alzheimer-Demenz-Aktiv und hat die Nacht zum Tag gemacht. Das war dann eine zu große Belastung fĂŒr die Pflegerin und sie mussten dann die Mutter letztendlich doch in ein Pflegeheim tun. Das ist den Töchtern sehr, sehr schwer gefallen, aber eine gute Pflege ist einfach in einem solchen Fall nicht im Privaten möglich.
      So lange die Senioren noch so einigermaßen fit sind, ist es einfacher.
      LG
      Sabienes

    2. sabine puttins

      Salve!
      Ähnlich ist es mit meiner Tante, mit der ich zusammenlebe, auch… tagsĂŒber schlĂ€ft sie und nachts ist sie in der KĂŒche aktiv (soweit man das jede Nacht x-mal wiederholte Lesen derselben Briefe aus den 70-igern als „aktiv“ bezeichnen kann).

      Das ist schon ein Problem, weil sie nebenher ihre eingeseichten Binden im Backofen trocknet und ich mehrmals vom Qualm wachgeworden bin, da sie die KĂŒche verlassen hatte und die (gelben) Binden schwarz gequalmt waren…

      Vor 1-2 Jahren weigerte sie sich eine Zeit strikt, ins Bett zu gehen und verbrachte 17 Tage im Sitzen (auch schlafend) in der KĂŒche, schlief beim Kochen ein und die Gardinen brannten licherloh.

      Ich raste 2 Stockwerke herunter, löschte den Brand und aufmerksame Nachbarn riefen die Feuerwehr, die sie gewaltsam aus der vollkommen verqualmten KĂŒche entfernen mussten…

      Danach musste das Haus komplett leergepumpt werden von der Feuerwehr, da sich kein Fenster öffnen ließ: alle Fenster sind nur mit SicherheitsschlĂŒsseln zu öffnen und Tante hat vergessen, wo diese sind.

      Aber das ist nur eines von zahlreichen „Erlebnissen“ – jede Woche kommt eine derartige „Story“ neu dazu…

    3. Frau Sabienes Beitragsautor

      @Sabine Puttins: Das wird ja höchste Zeit, dass du da Hilfe bei der Betreuung bekommst. Pass auf dich auf, ja!
      LG Sabienes

    4. sabine puttins

      Salve!
      Leider kumulieren sich hier die Chaos-Ereignisse… die Demenz wird TÄGLICH schlimmer – in Riesenschritten (liegt lt. Pflegedienst an FlĂŒssigkeitsmangel, sie will (!!!) nicht trinken)…

      Nun weigert sich sich auch noch STRIKT an der mit Pflegedienst vereinbarten Grundhygiene 1 x die Woche (sie selber wÀscht sich NIE, Haare z.B. zuletzt selber vor ~ 10-15 Jahren).
      Und sie wickelt sich die VerbĂ€nde Dienst selber ab und trocknet die eiterdurchtrĂ€nkten Wickel (ungesĂ€ubert) im Backofen. Gestern fingen diese Feuer und ich wurde vom Rauchgeruch wach…
      Sie ist jetzt PLÖTZLICH völlig desorientiert, wartet nachts um 3 Uhr auf den Pflegedienst zum Verbinden, usw. usw…
      Heute habe ich wieder die Ämter kontaktiert und diese meinten „Zwangseinweisung in Landesklinik“ (Psychiatrie)…. ich habe hin und her telefoniert, bis ich mal einen VERNÜNFTIGEN Vorschlag erhielt mit einer speziellen gerontologischen Station hier im Ort, die sich um dergleiche FĂ€lle bemĂŒhen und nichts mit „geschlossener Psychiatrie“ zu tun hat…. Dort erfolgt eine gezielte Aufbautherapie, die auch Erfolge aufweist…

      Vom Arzt (sie erinnert sich nicht mal daran, dass wir vor einer Woche beim Arzt waren) habe ich eine Notfalleinweisung erhalten, so dass sie dort auch sicher einen Platz findet…

      Momentan ist der Verfall EXTREM schlimm und wird tĂ€glich zusehends gravierender, so dass ich hoffe, dass auf der reinen Geriatrie-Station Linderung erfolgt… Schuld ist (lt. Pflegedienst) das Wetter (erhöhter Flussigkeitsbedarf), der so nicht (freiwillig durch Tante) ausgeglichen wird…

      Aber Stress ist das jetzt schon alles… und es wird wohl eher langfristig eher schlechter als besser – aber da muss ich halt jetzt durch…

      Greetz
      Sabine

    5. Frau Sabienes Beitragsautor

      @Sabine Puttins: FrĂŒher oder spĂ€ter musst du die Dame in ein Pflegeheim bringen. FĂŒr ihre eigene und deine Sicherheit.
      LG Sabienes

  5. Chris stylepeacock

    Ein wirklich relevantes Thema zu dem auch ich schon in meiner Zeit als Medizinjournalistin BeitrÀge geschrieben habe. Auch bei uns stellt sich die Frage mal wieder, weil in der Familie nun jemand zunehmend weniger mobil und auf den Beinen ist, gekoppelt mit Demenz.
    Leider sind gute Heime rar gesĂ€t und ich habe zu oft gesehen, wie schnell Menschen abbauen, wenn sie aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden. Dennoch ist es hĂ€ufig gar nicht anders zu machen. Wir versuchen es nun mit erweiterter Pflegedienstbetreuung und haben gerade einen flexibleren aufgetan. Alles steht und fĂ€llt buchstĂ€blich mit der Frage, ob ein Mensch noch alleine aus dem Bett hochkommt. An diesem „kleinen Punkt“ hĂ€ngt es. ob ein paarmal am Tag Pflegedienst (wie bisher bei uns) reicht oder ob 24h Betreuung nötig wird.
    In Heimen werden die Menschen dann oft einfach liegengelassen. Das Personal hat einfach keine Zeit. Ich hoffe, dass wir es weiterhin mit den eigenen vier WĂ€nden hinbekommen. Lösungen wie Senioren-WG gehen ja auch nur, solange jemand noch relativ fit ist, fĂŒr echte PflegefĂ€lle ist das ja auch nichts.

    Ich kann jedem in dieser Situation nur raten, sich an einen regionalen PflegestĂŒtzpunkt zu wenden (fĂŒr gesetzlich Versicherte) oder an Compass, die Beratung fĂŒr Privatversicherte. Dort bekommt man wirklich gute Informationen, es werden die verschiedenen Möglichkeiten aufgezeigt, auch ĂŒber Finanzierungen gesprochen, denn das ist ein Thema, an dem vieles hĂ€ngt. Die richtige Pflegestufe, ev. mit Demenzzuschlag ist wichtig, um das alles stemmen zu können. Widerspruch einlegen, wenn diese abgelehnt wird, aber berechtigt erscheint.
    Die Pflege von Angehörigen ist ein großes Thema in meiner Generation (50 +/-) und bei mir in der Familie sind es gerade mehrere FĂ€lle, bei denen sich abzeichnet, dass man die Situation neu regeln muss.Keiner wĂŒnscht sich pflegebedĂŒrftig oder gar dement zu werden, aber aussuchen kann sich das nun mal niemand.
    Danke fĂŒr das Aufgreifen dieses wichtigen Themas!
    LG
    Chris

    1. Frau Sabienes Beitragsautor

      @stylepeacock: Das grĂ¶ĂŸte Problem ist wohl wirklich die Situation in den Pflegeheimen. GĂ€be es dort ein wenig mehr Personal, könnte man seine Angehörigen vielleicht mit einem besseren Gewissen dort einquartieren. Außerdem ist die sterile AtmosphĂ€re dort wirklich ĂŒbel.
      LG
      Sabienes

    2. Frau Sabienes Beitragsautor

      @Stylepeacock: Leider kann ich bei dir weder kommentieren, noch ĂŒber das Kontaktformular eine Mail schreiben. Eigentlich wollte ich dir erzĂ€hlen, dass ich die Aktion mit den Random Facts gut finde und vielleicht mitmachen werde.
      LG
      Sabienes

  6. Lippenstift-und-Butterbrot

    Hallo liebe Sabine,

    ich schreibe dir oft vom Handy aus, aber bei diesem Thema hÀtte ich mir die Finger wund getippt.

    HĂ€usliche Pflege: ja, unbedingt. Da ich selbst gepflegt habe, weiß ich, wovon ich spreche und dass das ĂŒber alle Substanz an Kraft geht. Aber der Ă€ltere oder kranke Mensch war ja auch einmal fĂŒr uns selbst da, als wir klein und Babys waren. Und nun sehe ich die Verantwortung fĂŒr sie in mir.

    Der Pflegedienst ist ja fĂŒr die Minutenpflege recht gut, aber was passiert in der ĂŒbrigen Zeit? Man hat die Möglichkeit, Jemanden als Pflegekraft offiziell einzustellen mit Vertrag und Urlaub und Versicherungen. Diese Person kann zumindest in der Zeit, in der man selbst arbeitet, die oder den Kranken betreuen und darf sich als z.B. Arbeitsloser etwas dazu verdienen. Es gibt ja auch Pflegegeld. Also ich sehe da schon Wege der Pflege zu Hause. Aber Niemand darf sich etwas vormachen. Es ist eine sehr schwere Aufgabe: körperlich und die eigene Psyche leidet auch mit.

    Sabine

  7. Frau Sabienes Beitragsautor

    @Lippenstift und Butterbrot: Man braucht wohl nicht nur seelische und körperliche Kraft, Nerven usw., sondern auch einen entsprechenden Wohnraum. In unserem Haus wĂ€re es zum Beispiel nicht ohne weiteres möglich, einen bettlĂ€gerigen Menschen zu pflegen, es sei denn, man verfrachtet die Person in eines der oberen Stockwerke – wo er nicht mehr runterkommen wĂŒrde.
    Wahrscheinlich muss man diese Frage immer so entscheiden, wie man es am besten packt. Da gibt es keine allgemeingĂŒltige Moral oder so.
    LG
    Sabienes

    1. Lippenstift-und-Butterbrot

      Ja das ist richtig. Wenn man keinen entsprechenden Wohnraum hat, sieht das schon anders aus. Bei mir war das ein ganz anderer Fakt, da war Platz genug. Es ging „nur“ um die Organisation der Pflege und des eigenen Lebens, denn EinschrĂ€nkungen bringt das allemal mit sich.

      LG Sabine

    2. Frau Sabienes Beitragsautor

      @Sabine: Gut, dass das bei euch so gut geklappt hat!
      LG Sabienes

  8. rabenschwinge

    Ein Thema, dass ich persönlich mit meinen Eltern schon durchhabe. Es wird im Fall des Falles auf ein Seniorenheim hinauslaufen.

    Ich habe eine schwerbehinderte Tochter, die ich zuhause betreue. Nur da habe ich ein Ziel: Soweit es geht die junge Frau selbststÀndig und autonom ins Leben gehen zu lassen.

    Bei den Eltern wÀre die Pflege zum Endpunkt Tod hin. Etwas, dass ich nicht leisten kann und möchte.

    1. Frau Sabienes Beitragsautor

      @rabenschwinge: Das kann ich gut nachvollziehen!
      LG Sabienes

  9. Jonas

    Guten Tag liebe Mitleser,
    vielen Dank fĂŒr diese informative Pro-Contra-Liste. Auf unsere Ă€ltere Menschen sollten wir besonders großen Respekt widmen, da sie dieses verdienen. Deswegen sollte man sich vorher gut darĂŒber informieren, ob ein betreutes Wohnen eine gute Alternative bietet.

    Viele GrĂŒĂŸe
    Jonas

  10. Maria Erdmann

    Hallo und vielen lieben Dank fĂŒr den Beitrag. Mein Freund hat sich fĂŒr seine Eltern fĂŒr ein Pflegeheim entschieden nachdem er sich umfassend beraten lassen hat und natĂŒrlich mit Absprache.

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