Später Kindersegen – Schwanger mit 50Plus

später kindersegen
Später Kindersegen: Schwanger mit 50Plus

Diese Meldung sorgt im Momant für Schlagzeilen: Die 65jährige Lehrerin Annegret Raunigk aus Berlin und Mutter von 13 Kindern (sowie Großmutter von 7 Enkeln) erwartet nun 9 Jahre nach ihrer letzten Entbindung Vierlinge. (siehe auch den Bericht auf Spiegel Online).
In diesem Artikel werde ich meine persönliche Meinung zu einem Kindersegen mit 50Plus zum Ausdruck bringen, würde mich aber auch über eine rege Diskussion sehr freuen.

Später Kindersegen dank der medizinischen Technik

Inzwischen ist es keine Seltenheit mehr, dass Frauen über 40 Kinder bekommen. Wenn sich aber ein Kinderwunsch mit über 50 einstellt, dann muss die medizinische Technik nachhelfen. Da eine Frau jenseits der Wechseljahre keine Eizellen mehr produzieren kann, werden Eizellen von einer Spenderin entnommen und in der Petrischale künstlich befruchtet. Parallel dazu muss die künftige Mama mittels einer Hormontherapie vorbereitet werden, bis man ihr die vorbereiteten Zellen implantieren kann. Wie immer bei künstlichen Befruchtungen kommt es hier häufig zu Mehrlingsschwangerschaften, die an sich bereits ein Risiko darstellen. Dazu kommt dann noch das Risiko einer späten Schwangerschaft.
Die Implantierung fremder Eizellen ist in Deutschland nicht erlaubt, aber in anderen Ländern, Spanien, Türkei, Ukraine oder USA möglich. Meistens sind mehrere Behandlungen nötig, die aus eigener Tasche bezahlt werden müssen.

Berühmte Mütter über 50 sind zum Beispiel Gianna Nannini (mit 52), die Mutter von Sarah Connor, Soraya Lewe-Tacke (mit 50) oder die Fotografin Annie Leibovitz (mit 52). Frau Raunigk befindet sich also in bester (prominenter) Gesellschaft.
Aber muss das sein?

Schwanger mit 50Plus – Meine Meinung

Eine Schwangerschaft, bei der die Mutter über 45 Jahre alt ist, gilt als Risikoschwangerschaft. Denn die Gefahr, dass es zu Komplikationen kommen kann, steigt mit zunehmenden Alter der Frau. Dennoch halte ich die Möglichkeiten der Beratung und Vorsorge für so weit gediehen, dass man Mütter mit 40Plus samt ihren Kindern optimal betreuen kann. Aber irgendwann setzt die Natur einen Riegel davor und sagt „Menopause! Mach was anderes, aber Kinder bekommst du keine mehr!“ und ich meine, dass man dies zum Wohle der eigenen Gesundheit und die der Kinder und ihrer Entwicklung akzeptieren sollte.

Auch wenn sich Frau Raunigk bester Gesundheit erfreut, so wird sie doch, wenn ihre Kinder (sofern alle 4 gesund zur Welt kommen) volljährig sind, über 80 Jahre alt sein. Und dies ist selbst bei den allerbesten Voraussetzungen ziemlich heftig. Also wird ein Teil der Verantwortung von ihren bereits erwachsenen Kinder übernommen werden müssen. Ich finde es nicht so gut, wenn man seine eigenen Lebenskonzepte derart auf die Kinder abwälzt.
Letztendlich dürften sich in der Berliner Charité ein paar Gynäkologen freuen, einen solchen spektakulären Fall betreuen zu dürfen, was sich bei den Medizinern bestimmt positiv auf den Lebenslauf auswirken wird.

Jetzt seid ihr dran: Was ist eure Meinung zu einem solchen späten Kindersegen?

Foto: Kindersegen – schwanger mit 50Plus ©frau-sabienes.de
Text: Später Kindersegen – Schwanger mit 50Plus ©frau-sabienes.de

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60 Kommentare

  1. Huhu,

    ich habe diese Nachricht heute früh in der Berliner U-Bahn gelesen und mir sind ähnliche Gedanken wie Dir die weitere Fahrt über durch den Kopf gegangen:
    Wer bitte wird sich kümmern, wenn die Mama einfach nicht mehr kann? Die anderen Kinder? Sehr wahrscheinlich. Kennen es ja nicht anderes. Denn bei einer so großen Familie ergibt es sich doch noch viel eher, dass alle „mit anpacken“ – egal wobei. Ich finde das einfach nur unfair. Auch, wenn Familienrat gehalten wurde und alle das jetzt „toll“ fanden – in 10 Jahren möchte vielleicht ja doch der Eine oder Andere oder Alle ihr eigenes Leben leben. Wer weiß denn schon, wie lange die Eltern die Kids versorgen werden (können). Der Tod kann so schnell und unvermittelt vor der Tür stehen… Und um so älter, um so eher wird das der Fall sein.

    Auf der anderen Seite: Respekt vor dem Mut der Frau. Denn in diesem Fall besteht ja doch ein sehr hohes Risiko – nicht nur für die Kids. Da kann die Betreuung noch so gut sein.

    Ich kenne ihre Beweggründe nicht. Und selbst wenn – könnte ich sie wahrscheinlich nicht nachvollziehen. Aber es kommt mir auf jeden Fall eigennützig vor.

    LG Kerstin

    1. @Kerstin: Der Mut dieser Frau wurde in einem Artikel unserer Tageszeitung als „unseriöser Extremsport“ bezeichnet.
      Ich finde diese Menge von Kindern auch einerseits bemerkenswert, andererseits frage ich mich, warum? 13 Kinder sind eine ganze Menge.
      LG
      Sabienes

  2. na ja, das hier
    „Also wird ein Teil der Verantwortung von ihren bereits erwachsenen Kinder übernommen werden müssen.“
    war ja früher nicht anders, als die Menschen, unter anderem auch Mütter, durch Krankheit recht früh dahin gerafft wurden.
    Insofern nix neues.

    Neu ist, dass die Errungenschaften der Wissenschaft, mal wieder, anders eingesetzt werden, als wohl ursprünglich der Plan war. Und es immer Menschen gibt, die neue Möglichkeiten für sich selbst nutzen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es nun sinnvoll ist oder nicht.
    Früheres Beispiel: der Kaiserschnitt. Ursprünglich für eine Notsituation gedacht und heute wird der sog. Wunschkaiserschnitt regelmäßig durchgeführt. In meinen Augen genauso Schei*** wie das Implantieren eines od. mehrerer in Petrischale gezeugter Embyos in einer Frau, deren Körper rein biologisch nicht mehr dazu gedacht ist, Leben zu empfangen und gut „auszubrüten“. Je älter der Mensch wird, desto höher die „Fehlerquellen“, das eigene Leben gesund hinzubekommen. (Krebst ist ja nichts anderes als entartete Zellen, Zellen, die einen falschen Weg, eine falsche Entwicklung genommen haben. Wodurch und warum so eine falsche Entwicklung teilweise in schon recht frühen Jahren anfängt, wäre ein anderer Diskussionspunkt).

    Wenn ich überlege, wie oft ich irgendwas suche, wer weiss, wie oft die so spät Gebärdenen überlegen, „ja, wo hab ichs denn hingelegt?“(das Baby)
    🙂

    @Kerstin
    jeder Kinderwunsch ist eigennützig, wenn man es ganz genau nimmt.

    1. @Rumpel: Wenn früher die älteren Geschwister die Rolle der Mutter übernehmen mussten, war das häufig die einzige Alternative. Aber in diesem Fall scheint das Kinderkriegen so eine Art Hobby zu sein.
      Je älter die Eltern sind (auch wenn sie wie hier nicht die leiblichen Eltern oder Mutter sind), um so höher ist auch das Risiko, dass das Kinder (oder wie hier Kinder) nicht gesund zur Welt kommen. Das ist eine unglaubliche Aufgabe, ein behindertes Kind großzuziehen. Und ich hätte das meinen Kindern nicht zumuten wollen, nicht gesund geboren zu werden.
      LG
      Sabienes

        1. @Rumpel: Der Artikel ist ehrlich und gut! Was wären wir, wenn wir nicht ständig unsere Entscheidungen hinterfragen würden. Genauso habe ich mich immer wieder gefühlt, als die Kinder noch klein gewesen sind. Das ist ein hartes Leben, man steckt viel zurück, schläft zuwenig und hat ständig Sorgen … aber wenn es dich einmal anlächelt! 😉
          Allerdings konnte ich mir immerwieder einige Freiräume für meine Hobbys schaffen. Man sehr gut fotografieren, wenn man mit dem Kinderwagen unterwegs ist oder ein Buch auf der Bank am Spielplatz lesen.
          Und sie werden ja auch mal groß!
          LG
          Sabiene

  3. Nicht alles, was geht, muss auch unbedingt in die Tat umgesetzt werden… Vierlinge sind noch mal eine ganz andere Herausforderung als „nur“ ein Kind. Ich sehe das bei einer Freundin, die Zwillinge hat.
    Und man wird im Alter ja auch nicht unbedingt leistungsfähiger und belastbarer, ich will das nicht verallgemeinern, aber das ist so meine Erfahrung im Bekanntenkreis und auch bei mir persönlich. Sicher ist man — hoffentlich — souveräner und erfahrener, aber trotzdem… Ich sehe es so wie Du, hier sollte man auch irgendwann mal auf die Natur hören. Wenn alles gut geht, mag sie eine tolle Mutter sein, das will ich gar nicht ausschließen, aber das Risiko, dass eben nicht alles gut läuft, ist doch um einiges höher…
    Liebe Grüße
    Katrin

    1. @Fellmonsterchen: Ich gebe dir in allen Punkten vollkommen Recht, besonders gefällt mir deine Aussage, dass man nicht alles machen muss, nur weil es möglich ist.
      LG
      Sabiene

  4. Ich habe gestern Abend einen ausführlichen Bericht zu dieser Frau im TV gesehen und mir ist die ganze Zeit nicht wirklich klar geworden, warum sie das macht, und dann noch als Alleinerziehende. Sie findet Kinder toll. Aha. Ich finde, wenn man einen Kinderwunsch hat, den man sich von Natur aus körperlich nicht mehr selbst erfüllen kann, dann ist das eben so, egal in welchem Alter. Ein Kind, das ich nur austrage, von mir aber nichts Genetisches hat, muss ich auch nicht gebären. Schon gar nicht in diesem Alter. Für jüngere Frauen, die Mütter sein wollen, gibt es für einen so gelagerten Kinderwunsch die Möglichkeit der Adoption. Da habe ich dann auch kein Kind, das genetisch nichts mit mir zu tun hat und nebenbei eventuell nicht nur meinen Muttertrieb befriedigt, sondern auch noch einem bereits existierenden Menschen geholfen. Ich finde es aber auch richtig, dass diese Frau aus Altersgründen bestimmt kein Kind mehr adoptieren darf. Da sind die hiesigen Gesetze einmal sinnvoll in meinen Augen. Wenn sie schwanger ist, weil sie Kinder mag oder -wie gestern auch erwähnt- ihrer 0jährigen Tochter den Geschwisterwunsch erfüllen will, dann soll sie sich doch um ihre zahlreich verhandenen Enkel kümmern. Das freut deren Eltern bestimmt mehr , als wenn diese dann eines tagen die Vierlinge übernehmen müssen, weil Mutti/Omi nicht mehr kann. Sorry, das klingt jetzt gemein, aber mein Verständnis geht da wirklich gegen Null.
    LG Iris

    1. Nachtrag: „Da habe ich dann auch kein Kind, das genetisch nichts mit mir zu tun hat“ Da muss es der Logik wegen EIN Kind heißen. Und die jüngste Tochter der Frau mit dem Geschwisterwunsch ist 9, was in meinen Augen auch schon grenzwertig ist. Dann müsste ich nämlöich schleunigst schwanger werden, um in der Situation zu sein. Und darauf kann ich gut verzichten.

    2. @Iris: Ich habe mir heute diesen Bericht auf der Internetseite von RTL angesehen und ich fand ihn so …. schaizze….! Und Schrowange war genauso dumm, wie diese Mutter. Allein die kleine Tochter hat mir leid getan, denn sie muss sehr tapfer sein.
      Das Credo von der Mutter, dass sie sich nicht in eine bestimmte Rolle drängen lassen möchte, ist sowas von daneben.
      LG
      Sabiene

  5. Irgendwie eigenartig, findet ihr nicht? Überwiegend regen sich die Leute über diese Frau auf, dabei liegt die Ursache des Ganzen doch ganz woanders. Diese Frau hat lediglich ein Angebot angenommen. Das ist doch nichts verwerfliches!

    1. @ Rumpel: Vielleicht habe ich bei dir grad einen Hinweis auf Ironie übersehen? Man muss meiner Meinung nach echt nicht jedes „Angebot“ nutzen, v.a. dann nicht, wenn es das Leben anderer Menschen betrifft

      1. Nee, muss man nicht, aber man kann. Das Angebot ist ja da. Und sonst heisst es doch auch immer, es ist die Entscheidung der jeweiligen Eltern und keiner hat eine Meinung zu haben, Kinder sind ein Grundrecht und die Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung werden verharmlost bzw. mit Argument Nummer 2 verteidigt – Kinder sind ein Grundrecht.

        Und nun? Die Frau hat ihre biologische Unfähigkeit mit der modernen Medizin überwunden. „Es hat einen Grund, warum sie keine Kinder mehr bekommen kann.“ – wo darf man mit der Medizin eingreifen und wo nicht? Wenn eine junge Frau massive Maßnahmen in der künstlichen Befruchtung ergreifen muss, wo ist hier die Grenze?

        Es braucht dringend einen Dialog über das Thema, weil die Medizin viel weiter fortgeschritten ist als das ethische Verständnis der Menschen.

        Es ist so einfach eine Frau zu verurteilen.
        Viel schwieriger den Blickwinkel auf das breite Bild zu lenken… wo es ihn so dringend bräuchte

        1. @Rumpel: Aber sie hat doch ihr Soll (mehr als 1,3 Kinder zu bekommen, damit die Deutschen nicht aussterben) erfüllt – sozusagen.
          Ich finde es nicht gut, was sie macht und ich finde es unvernünftig und unverantwortlich. Auch wenn sie noch so guter Gesundheit ist, sie hat immerhin noch eine 9jährige Tochter, für die sie gesund bleiben muss. Man kann nicht alles auf das Recht des Einzelnen und die Individualität abwälzen.
          Meine Meinung.
          LG
          Sabiene

          1. „Man kann nicht alles auf das Recht des Einzelnen und die Individualität abwälzen.“

            warum denn nicht? Was würdest du sagen, wenn dir jemand versucht reinzureden, dass du dieses Blog hier machst?
            Wenn dir jemand vorwirft, dass du so etwas nicht zu machen hast?
            nur mal so zum drüber nachdenken….

            Hier ein sehr guter Artikel zur Thematik
            „Es geht uns nichts an, wie Frauen oder Männer Kinder bekommen. “
            http://www.welt.de/debatte/kommentare/article139526680/Mutter-mit-65-abstossend-und-unethisch.html

            Ich finde, die Ärzte sind in die Pflicht zu nehmen. Sie haben so etwas überhaupt erst möglich gemacht.
            Gedacht war das Ganze ursprünglich für einen ganz anderen Zweck. Und nun? Wird, weil Geld damit zu verdienen ist, der „Zweck“ erweitert, von ärztlicher Seite.
            Genau wie beim Kaiserschnitt, der zuerst auch für eine ganz andere Klientel gedacht war.

            Wann kommt das Designerbaby? Die „Technik“ ist zwar dafür erfunden worden, um Erbkrankheiten auszuschließen und nicht weiterzugeben, aber wo führt der Weg hin, wenn die Entwicklung so weitergeht, wie z. B. bei der künstlichen Befruchtung, beim Kaiserschnitt?

          2. @Rumpel: „warum denn nicht? Was würdest du sagen, wenn dir jemand versucht reinzureden, dass du dieses Blog hier machst?“ Ich schade mit diesem Blog niemanden (vielleicht euch Leser, die ihn ertragen müsst) und einen Blog zu schreiben, hat auf mich und meine Umwelt nicht die Auswirkungen, die z.B. eine Schwangerschaft haben würde. Ich finde es ganz schrecklich, wenn jemand Mutter wird, ohne sich vorher Gedanken um die Konsequenzen zu machen, denn mit einer Mutterschaft nimmt man Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für sein Kind auf (geboren oder ungeboren).
            Der Artikel ist gar nicht schlecht und ich habe ihn gerade kommentiert: „Natürlich geht uns die Lebensentscheidung dieser Frau nichts an. Aber man kann sich ja mal darüber Gedanken machen. Und man kann eine Meinung dazu haben. Und auch, wenn das alles ziemlich krank findet, kann man der Mutter samt ihrer Kinderschar alles Gute wünschen.“
            Designerbabys sind bei uns verboten, dennoch aber möglich. Und das ist in vielen Fällen auch krank.
            LG
            Sabiene

    2. @Rumpel: Naja, ganz so ist es nicht. Wenn dir jemand etwas anbietet, musst du wissen, ob es richtig ist, dies anzunehmen.
      Andererseits sind natürlich die Mediziner unverantwortlich, weil sie dieser Behandlung zugestimmt haben.
      LG
      Sabiene

        1. @Rumpel: Das weiß ich nicht, sein Alter würde aber als Risikofaktor gewertet werden. Ich glaube, dass der Schauspieler Anthony Quinn bereits über 70 gewesen ist, als er noch einmal Vater wurde. Und das ist auch nicht so wohlwollend von der Presse aufgenommen worden.
          LG

  6. ich glaube diese Frau hat Angst vorm Stillstand und vor dem Alt werden und natürlich vor dem Tod. Ich kann die Angst verstehen. Steht es uns zu über sie zu urteilen? Jeder kann nur sagen was er selbst machen würde. Probleme die die Kinder haben werden oder die Geschwister? Probleme gibt es in jeder Familie oder? Ich denke man kann auch daran wachsen. Diese Frau hat sich ihr Leben lang um Kinder gekümmert – 13 stimmts? Und jetzt soll das plötzlich aufhören? Das ist Angst.

    1. Da könnte was dran sein, da sie Lehrerin ist und zum Schuljahresende in Pension geht. Vielleicht sollen die privaten Kinder ihr dann die im Moment noch vorhandenen dienstlichen ersetzen.

      1. ja das wäre schon ein ziemlicher Umbruch, wenn man das ganze Leben lang von Kindern umgeben war und Enkelkinder gibt man ja auch immer wieder ab. Alternativ hätte sie ja auch eine Hundezucht aufmachen können…. andere Leute fahren dann lieber ganz oft in Urlaub oder schreiben die Memoiren. Ja es gibt viele Möglichkeiten. Vierlinge ist halt eine sehr gewagte.

        1. @Bella: Und mit Mehrlingsschwangerschaften muss man bei künstlichen Befruchtungen rechnen. Zwillinge sind schon sehr riskant, Drillinge und Vierlinge umso mehr.
          LG
          Sabiene

        1. Ich hab noch mehr als ein Jahrzehnt Zeit, um Ersatzkinder zu planen. Mal sehen, wie das medizinische Angebot sich bis dahin entwickelt haben wird 😉

          1. @Iris: Dann kannst du ja schon mal deine Reise in die Ukraine zum Reproduktionsmediziner planen. Wenn in 10 Jahren die Ukraine noch steht 😉
            LG
            Sabiene

    2. @Bella: Ja, irgendwo ist es Angst – und eine Nichtakzeptanz der Situation. Natürlich hat jede Familie ihre Probleme, aber wenn ich die vermeiden kann, mache ich das doch, oder?
      LG
      Sabiene

  7. In dem Zusammenhang auch interessant:
    http://www.tagesspiegel.de/medien/vertrag-mit-dem-fernsehsender-wie-rtl-die-vierlings-schwangerschaft-vermarktet/11629868.html
    Ob sie sich und vor allem ihrer Familie damit einen Gefallen tut? Da wird einerseits immer davor gewarnt, Fotos seiner Babys in Social Networks etc. zu posten, aber auf RTL mit Millionen von Zuschauern ist es okay? (Der Satz „Ganz sicher werden wir im Krankenhaus sein…“ lässt zumindest vermuten, dass auch die Babys gezeigt werden sollen, wenn auch nicht die Geburt selbst — wie rücksichtsvoll…) RTL ist ja nun auch nicht gerade für die einfühlsamste Berichterstattung bekannt…

  8. ich kann nur sagen, dass ich sehr zufrieden bin Oma zu sein und kein Interesse haette, noch Kinder zu bekommen. Unsere juengstes Enkelkind ist jetzt 2 Monate und ich freu mich sehr, wenn ich sie im Arm habe und freu mich noch mehr, wenn ich sie weinend abgeben kann. Aber jeder muss und soll es machen, wie er es versteht und will und kann.

    1. @vivilacht: Ob sie kann und wie, wird sich noch zeigen. 4 Kinder auf einmal … das ist schon für eine junge Frau, bzw. Familie Hardcore. Ich bin 10 Jahre jünger und möchte seit 10 Jahren nicht mehr schwanger sein. Lieber warte ich auf Enkel.
      LG
      Sabiene

      1. nun sind die Kinder da. ich hoffe, es wird ihr und den KIndern gut gehen.
        Aber nicht nur sie hat diese Woche Kinder bekommen. Bei uns ist eine Frau mit 65 jetzt ihrem ERSTEN Baby entbunden worden. Sie konnte nie schwanger werden – und bei diesen superreligioesen heiratet man schon mit 18 oder allerhoechst 2o Jahren – und sie ist irgendwo hingefahren, um schwanger zu werden. Hoffentlich wird es dem Kind gut gehen und auch den Eltern. Der Vater ist 67. Andere Frauen in ihrem Alter haben schon fast Urenkel dort.
        ich kann nur beiden Frauen viel Gesundheit wuenschen udn auch den Babys

        1. Ich habe es am Wochenende auch gelesen. Was für ein Glück, dass alle 5 wohlauf sind und die Prognosen für die 4 Babies positiv sind! Aber ich hoffe sehr, dass dieses Beispiel keine Schule macht.
          In Aschaffenburg hat vor ein paar Jahren auch eine Türkin in hohem Alter ihr 1. Kind entbunden und die Umstände waren ähnlich, wie bei der Frau, von der du erzählst. Sie konnte nie Kinder bekommen, hatte aber sogar welche adoptiert und dann, sobald es möglich war, in der Türkei eine künstliche Befruchtung vornehmen lassen.
          Auch wenn ich es unverantwortlich finde, ein solches Risiko einzugehen, kann ich mir vielleicht gar nicht vorstellen, was in einem Menschen vorgeht, der einfach keine Kinder bekommen kann.
          Bei der Frau mit den Vierlingen finde ich es nur noch blöd.
          Und überhaupt sollte man mit dem Leben keine Experimente wagen.
          LG
          Sabiene

  9. Hallo Sabine,

    mir fällt in diesem Zusammenhang eine Klassenkameraden ein, deren Mutter „relativ“ älter war als die anderen Mütter. Sie hat schon sehr damit zu kämpfen gehabt und wurde ständig gefragt, was ihrer Oma hier macht. Die Frau mag Kinder?? Erstens bin ich davon nicht zu 100 % überzeugt, sich selbst und ihre Wünsche mag sie ganz sicher. Wenn sie tatsächlich Kinder mag und der biologische Zug abgefahren ist, kann sie hunderte von Organisationen unterstützen, die mit ihrer Arbeit tatsächlich etwas für Kinder übrig haben.

    Liebe Grüße
    Sandra

    1. @Sandra: Ohne groß psychologisieren zu wollen denke ich, dass hinter ihrem Kinderwunsch noch viel mehr steckt.
      LG
      Sabiene

  10. Ich habe die Berichte über Frau gelesen, ich bin normal jemand der sagt, jeder soll so Leben wie es ihm gefällt, allerdings stoße ich hier nun auch an meine Toleranzgrenzen. Ich kann verstehen, das sich jemand Kinder (auch sehr viele) wünscht und diese bekommt, aber irgendwann muß man auch einsehen das es reicht. In einem Alter das schon länge Zeit über dem Liegt, was die Natur im Bestfall vorgibt, wo eine Frau Kinder bekommen kann sollte man als Frau den Schlußstrich ziehen und sich damit abfinden keine weiteren Kinder mehr zu bekommen, denn nicht alles was heute Technisch möglich ist muss man umsetzen.

    1. „denn nicht alles was heute Technisch möglich ist muss man umsetzen.“
      ja aber warum wird es denn dann erst überhaupt technisch möglich gemacht? Tut das Not?

    2. @Petra: Geht mir auch so. Mir ist egal, ob jemand 1 oder 13 Kinder hat – wobei ich mir beim 10. Kind schon mal Gedanken mache, ob das so sein muss. Tatsächlich haben zu Zeiten, in denen es keine Geburtenkontrolle gab und man möglichst viele Kinder bekam (wobei ja auch immer einige starben), es auch versucht zu vermeiden, dass eine Frau zu oft schwanger ist.
      Andererseits: diese Frau muss eine unglaubliche Konstitution haben, denn ihre 13 Kinder merkt man ihr nicht an.
      LG
      Sabiene

  11. Endlich ein sachlicher Beitrag zu der Causa. Vielen Dank! 🙂
    Zunächst einmal: Es kann ein Elternteil zu jedem Zeitpunkt seines Lebens dahinraffen, somit kann ich (30 J., zwei Kinder) schon in wenigen Stunden den Löffel abgeben, Frau R. wird vielleicht 100. Und ja, eigentlich ist es ihre Sache.

    Ich störe mich vielmehr an der Anzahl ihrer Kinder. Warum musste es noch ein 14. Kind sein? Dass daraus nun 17 würden, konnte ja keiner ahnen. Außerdem profitieren hier Reproduktionsmediziner finanziell, aber auch wissenschaftlichn auf Kosten der Mutter und der Kinder. Alle fünf sind m.E. Versuchskaninchen.

    Auf der anderen Seite: Wenn irgendwelche Männer mit 60+ oder gar 70+ noch mal den dritten Frühling erleben, ist das kaum eine Meldung wert, allerhöchstens getränkt mit Anerkennung („Wow, wie potent er doch ist.“). Das wurde schon in anderen Kommentarbereichen angemerkt, die Repliken dazu: „Ein Kind wird doch von der Mutter erzogen, da ist das Alter des Vaters egal.“, „Guck dir mal das Alter der Frauen der alten Väter an, die sind alle höchstens 35.“ usw. Diese Doppelmoral finde ich empörend!

    1. Soll da jetzt Mitleid mit dem Versuchskaninchen „Mutter“ aufkommen? Diese Rolle hat sie sich ja wohl selbst ausgesucht und macht damit ihre Ungeborernen gleich mit zu Versuchskaninchen, was das Schlimme daran ist.

      1. „Soll da jetzt Mitleid mit dem Versuchskaninchen “Mutter” aufkommen? “
        wieso das denn? Diesen Gedankengang kann ich nicht nachvollziehen. Wie kommt man auf so was?
        Nein, es soll nicht auf diese Frau eingedroschen werden, sie hat es sich ausgesucht, was ja auch nur ging, weil es die Möglichkeit dazu gibt.
        Gäbe es keine Eier und keinen Samen, den man kaufen kann und keine käuflichen Ärzte, die das ganze durchziehen, hätte diese Frau auch nicht schwanger werden können.
        Wenn gemeckert wird, dann über die Ursachen, denn da gilt es anzusetzen. Die Auswirkungen sehen wir ja gerade.

        1. @Rumpel: Ich finde, man macht es sich zu einfach, alles auf ihren freien Willen abzuschieben! Wenn ich nun mit 200 Sachen über die Autobahn donnere, ist dies auch mein freier Wille. Aber wenn ich damit mich und andere gefährde, ist das nicht in Ordnung.
          LG
          Sabiene

          1. Oh oh, dann müsste man auch jeder Frau mit Herzfehler od. sonstiger schwerer Erbkrankheit eine Schwangerschaft verbieten.

          2. @Rumpel: Verbote bringen da gar nix. Es gibt aber Elternpaare, die gezwungen sind, solche Aspekte zu bedenken. Und ich kenne Paare, die sich aus medizinischen Gründen gegen eigene Kinder entschieden haben.
            LG
            Sabiene

    2. @Anna: Diese hohe Anzahl der Kinder ist schon bemerkenswert.
      Und ich bin ganz deiner Meinung: Mutter und Kinder sind Versuchskaninchen für Reproduktionsmediziner. Und: Ich habe irgendwo gelesen, dass sie dies in der Ukraine hat durchführen lassen und das es wohl mehrere Versuche gegeben hätte. Das sagt ja wohl alles.
      Ich meine auch, dass Väter nicht zu alt sein sollten, auch wenn die Bindung der Kinder an die Mütter oftmals stärker ist – zumindest am Anfang. Aber Kinder brauchen auch einen Vater. Alte Väter mit jungen Frauen haben ja in der Regel viel Geld und sind berühmt und meinen, sie können sich die ewige Jugend kaufen.
      LG
      Sabiene

  12. Hm. Für mich persönlich würde eine künstliche Befruchtung schon jetzt nicht mehr infrage kommen (und ich werde erst 50), doch für Frau R. scheint es – aus welchen Gründen auch immer – sehr wichtig gewesen zu sein, noch einmal ein (bzw. jetzt mehrere) Kinder zu bekommen. Wie in anderen Gewissensfragen (z. B. Schwangerschaftsabbruch, Präimplantationsdiagnostik) kann jede Frau auch in diesem Punkt daher meiner Meinung nach nur für sich selbst eine Entscheidung treffen. Denn wie heißt es doch: „Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist.“

      1. Ohlala, ist das die berühmte Stutenbissigkeit? Da geht eine Frau in ihrer Mutterrolle auf und weil sie älter ist, wird sie als „krank“ bezeichnet.
        Irgendwie bin ich entsetzt.

          1. Kennst du diesen Ausdruck nicht? Stutenbissigkeit bedeutet, das Frauen gerne untereinander aufeinander losgehen 🙂 hinterm Rücken herziehen,
            hämische Bemerkungen usw.

          2. @Rumpel: Das geht mir jetzt ein bisschen weit. Ich weiß sehr wohl, was du mit Stutenbissig meinst. Ich bin weder hämisch, noch hinten rum und ich nehme mir das Recht heraus, hier auf meinem Blog meine Meinung zu sagen.
            Dafür ist er nämlich da.
            Sabiene

          3. Entschuldigung, ich mein das doch nicht bös!! Deinem Post nach hatte ich gedacht, dass du den Ausdruck nicht kennst, deshalb hatte ich dir geantwortet. Und vorher hatte ich es als Frage formuliert:
            „Ohlala, ist das die berühmte Stutenbissigkeit?“

            Ich hab immer das gleiche Problem, ich will niemandem auf die Füße treten, schaff das aber trotzdem immer wieder.
            Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende.
            Es grüßt
            das Trampeltier Rumpel

          4. @Rumpel: Dieses Medium hat schon seine Tücken, besonders weil man sein Gegenüber nicht sieht, kennt, einschätzen kann.
            LG
            Sabienes

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