SpĂ€ter Kindersegen – Schwanger mit 50Plus. Ist das vernĂŒnftig?

Zuletzt bearbeitet am 20. September 2018

später kindersegen
Später Kindersegen: Schwanger mit 50Plus

Diese Meldung sorgt im Momant für Schlagzeilen: Die 65jährige Lehrerin Annegret Raunigk aus Berlin und Mutter von 13 Kindern (sowie Großmutter von 7 Enkeln) erwartet nun 9 Jahre nach ihrer letzten Entbindung Vierlinge. (siehe auch den Bericht auf Spiegel Online).
In diesem Artikel werde ich meine persönliche Meinung zu einem Kindersegen mit 50Plus zum Ausdruck bringen, würde mich aber auch über eine rege Diskussion sehr freuen.

Später Kindersegen dank der medizinischen Technik

Inzwischen ist es keine Seltenheit mehr, dass Frauen über 40 Kinder bekommen. Wenn sich aber ein Kinderwunsch mit über 50 einstellt, dann muss die medizinische Technik nachhelfen. Da eine Frau jenseits der Wechseljahre keine Eizellen mehr produzieren kann, werden Eizellen von einer Spenderin entnommen und in der Petrischale künstlich befruchtet. Parallel dazu muss die künftige Mama mittels einer Hormontherapie vorbereitet werden, bis man ihr die vorbereiteten Zellen implantieren kann. Wie immer bei künstlichen Befruchtungen kommt es hier häufig zu Mehrlingsschwangerschaften, die an sich bereits ein Risiko darstellen. Dazu kommt dann noch das Risiko einer späten Schwangerschaft.
Die Implantierung fremder Eizellen ist in Deutschland nicht erlaubt, aber in anderen Ländern, Spanien, Türkei, Ukraine oder USA möglich. Meistens sind mehrere Behandlungen nötig, die aus eigener Tasche bezahlt werden müssen.

Berühmte Mütter über 50 sind zum Beispiel Gianna Nannini (mit 52), die Mutter von Sarah Connor, Soraya Lewe-Tacke (mit 50) oder die Fotografin Annie Leibovitz (mit 52). Frau Raunigk befindet sich also in bester (prominenter) Gesellschaft.
Aber muss das sein?

Schwanger mit 50Plus – Meine Meinung

später kindersegen mit 50plus
Die Risiken und Gefahren einer späten Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft, bei der die Mutter über 45 Jahre alt ist, gilt als Risikoschwangerschaft. Denn die Gefahr, dass es zu Komplikationen kommen kann, steigt mit zunehmenden Alter der Frau. Dennoch halte ich die Möglichkeiten der Beratung und Vorsorge für so weit gediehen, dass man Mütter mit 40Plus samt ihren Kindern optimal betreuen kann. Aber irgendwann setzt die Natur einen Riegel davor und sagt „Menopause! Mach was anderes, aber Kinder bekommst du keine mehr!“ und ich meine, dass man dies zum Wohle der eigenen Gesundheit und die der Kinder und ihrer Entwicklung akzeptieren sollte.

Auch wenn sich Frau Raunigk bester Gesundheit erfreut, so wird sie doch, wenn ihre Kinder (sofern alle vier Babies gesund zur Welt kommen) volljährig sind, über 80 Jahre alt sein. Und dies ist selbst bei den allerbesten Voraussetzungen ziemlich heftig. Also wird ein Teil der Verantwortung von ihren bereits erwachsenen Kinder übernommen werden müssen. Ich finde es nicht so gut, wenn man seine eigenen Lebenskonzepte derart auf die Kinder abwälzt.
Letztendlich dürften sich in der Berliner Charité ein paar Gynäkologen freuen, einen solchen spektakulären Fall betreuen zu dürfen. Sowas kann sich ja bei den Medizinern positiv auf den Lebenslauf auswirken.

Letztendlich bin ich der Überzeugung, dass nur, weil etwas technisch oder medizinisch möglich ist, nicht unbedingt in die Praxis umgesetzt werden muss.

Jetzt seid ihr dran: Was ist eure Meinung zu einem solchen späten Kindersegen?

Nachtrag vom 20. September 2018

Ich hatte die Frau Raunigk samt ihrer Kinderschar aus den Augen verloren. Tatsächlich hat alle sie ihre vier Kinder zu früh, aber gesund zur Welt bringen können.
Dieser Umstand ist ja schon mal mehr, als ein Sechser im Lotto!

Inzwischen wurde sie von Birgit Schrowange und einem Filmteam von RTL besucht und hier ist der Bericht samt Video dazu.

Frau Raunigk macht mit ihrer Rasselbande einen ordnungsgemäß genervten Eindruck. Und ich denke, dass das jeder Mutter so gehen wird, wenn sie Vierlinge groß zieht. Allerdings hat die 17-fache Mutter anscheinend wenig Unterstützung. Zum einen fehlen naturgemäß Großeltern, aber auch Lebenspartner (Vater). Zu ihren anderen Kindern hat sie kaum Kontakt, außer die 13jährige Leila, die noch bei ihr lebt.
Es gäbe zwar einen Babysitter, der aber auch nicht immer Zeit hat. Und so fallen wichtige Arztbesuche und soziale Kontakte einfach ins Wasser. Die Mutter sagt zwar, dass es den Kindern an nichts fehle. Sie wachsen in einer ordentlichen Umgebung auf, sind sauber angezogen und werden gut ernährt. Aber zwischen den Zeilen hatte ich doch das Gefühl, hier ein unterschwelliges Elend zu verfolgen.

Frau Raunigk möchte nun mit ihren fünf Kindern von Höxter zurück nach Berlin ziehen. Sie hat ihr Haus bereits verkauft und noch keine Bleibe in der teuren Hauptstadt. Irgendwie ist das alles so absurd und unüberlegt.

In der Schlussszene sagt Birgit Schrowange (die selber mit 50Plus Mutter wurde), dass sie die Familie ein wenig ratlos verlässt.

Ich kann ihr nur nachfühlen.

Foto: Später Kindersegen – Schwanger mit 50Plus. Ist das vernünftig? ©frau-sabienes.de
Text: Später Kindersegen – Schwanger mit 50Plus. Ist das vernünftig? ©frau-sabienes.de
Zusammenfassung:
Später Kindersegen - Schwanger mit 50Plus. Ist das vernünftig?
Thema
Später Kindersegen - Schwanger mit 50Plus. Ist das vernünftig?
Beschreibung
Später Kindersegen und nun schwanger mit 50Plus, Annegret Raunigk, eine Mutter von 13 Kindern erwartet mit 65 Jahren Vierlinge
Geschrieben von:

pinit fg en rect red 28 - Später Kindersegen - Schwanger mit 50Plus. Ist das vernünftig?

Ähnliche Artikel:

60 Kommentare

  1. Huhu,

    ich habe diese Nachricht heute frĂŒh in der Berliner U-Bahn gelesen und mir sind Ă€hnliche Gedanken wie Dir die weitere Fahrt ĂŒber durch den Kopf gegangen:
    Wer bitte wird sich kĂŒmmern, wenn die Mama einfach nicht mehr kann? Die anderen Kinder? Sehr wahrscheinlich. Kennen es ja nicht anderes. Denn bei einer so großen Familie ergibt es sich doch noch viel eher, dass alle „mit anpacken“ – egal wobei. Ich finde das einfach nur unfair. Auch, wenn Familienrat gehalten wurde und alle das jetzt „toll“ fanden – in 10 Jahren möchte vielleicht ja doch der Eine oder Andere oder Alle ihr eigenes Leben leben. Wer weiß denn schon, wie lange die Eltern die Kids versorgen werden (können). Der Tod kann so schnell und unvermittelt vor der TĂŒr stehen… Und um so Ă€lter, um so eher wird das der Fall sein.

    Auf der anderen Seite: Respekt vor dem Mut der Frau. Denn in diesem Fall besteht ja doch ein sehr hohes Risiko – nicht nur fĂŒr die Kids. Da kann die Betreuung noch so gut sein.

    Ich kenne ihre BeweggrĂŒnde nicht. Und selbst wenn – könnte ich sie wahrscheinlich nicht nachvollziehen. Aber es kommt mir auf jeden Fall eigennĂŒtzig vor.

    LG Kerstin

    1. @Kerstin: Der Mut dieser Frau wurde in einem Artikel unserer Tageszeitung als „unseriöser Extremsport“ bezeichnet.
      Ich finde diese Menge von Kindern auch einerseits bemerkenswert, andererseits frage ich mich, warum? 13 Kinder sind eine ganze Menge.
      LG
      Sabienes

  2. na ja, das hier
    „Also wird ein Teil der Verantwortung von ihren bereits erwachsenen Kinder ĂŒbernommen werden mĂŒssen.“
    war ja frĂŒher nicht anders, als die Menschen, unter anderem auch MĂŒtter, durch Krankheit recht frĂŒh dahin gerafft wurden.
    Insofern nix neues.

    Neu ist, dass die Errungenschaften der Wissenschaft, mal wieder, anders eingesetzt werden, als wohl ursprĂŒnglich der Plan war. Und es immer Menschen gibt, die neue Möglichkeiten fĂŒr sich selbst nutzen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es nun sinnvoll ist oder nicht.
    FrĂŒheres Beispiel: der Kaiserschnitt. UrsprĂŒnglich fĂŒr eine Notsituation gedacht und heute wird der sog. Wunschkaiserschnitt regelmĂ€ĂŸig durchgefĂŒhrt. In meinen Augen genauso Schei*** wie das Implantieren eines od. mehrerer in Petrischale gezeugter Embyos in einer Frau, deren Körper rein biologisch nicht mehr dazu gedacht ist, Leben zu empfangen und gut „auszubrĂŒten“. Je Ă€lter der Mensch wird, desto höher die „Fehlerquellen“, das eigene Leben gesund hinzubekommen. (Krebst ist ja nichts anderes als entartete Zellen, Zellen, die einen falschen Weg, eine falsche Entwicklung genommen haben. Wodurch und warum so eine falsche Entwicklung teilweise in schon recht frĂŒhen Jahren anfĂ€ngt, wĂ€re ein anderer Diskussionspunkt).

    Wenn ich ĂŒberlege, wie oft ich irgendwas suche, wer weiss, wie oft die so spĂ€t GebĂ€rdenen ĂŒberlegen, „ja, wo hab ichs denn hingelegt?“(das Baby)
    🙂

    @Kerstin
    jeder Kinderwunsch ist eigennĂŒtzig, wenn man es ganz genau nimmt.

    1. @Rumpel: Wenn frĂŒher die Ă€lteren Geschwister die Rolle der Mutter ĂŒbernehmen mussten, war das hĂ€ufig die einzige Alternative. Aber in diesem Fall scheint das Kinderkriegen so eine Art Hobby zu sein.
      Je Ă€lter die Eltern sind (auch wenn sie wie hier nicht die leiblichen Eltern oder Mutter sind), um so höher ist auch das Risiko, dass das Kinder (oder wie hier Kinder) nicht gesund zur Welt kommen. Das ist eine unglaubliche Aufgabe, ein behindertes Kind großzuziehen. Und ich hĂ€tte das meinen Kindern nicht zumuten wollen, nicht gesund geboren zu werden.
      LG
      Sabienes

        1. @Rumpel: Der Artikel ist ehrlich und gut! Was wĂ€ren wir, wenn wir nicht stĂ€ndig unsere Entscheidungen hinterfragen wĂŒrden. Genauso habe ich mich immer wieder gefĂŒhlt, als die Kinder noch klein gewesen sind. Das ist ein hartes Leben, man steckt viel zurĂŒck, schlĂ€ft zuwenig und hat stĂ€ndig Sorgen … aber wenn es dich einmal anlĂ€chelt! 😉
          Allerdings konnte ich mir immerwieder einige FreirĂ€ume fĂŒr meine Hobbys schaffen. Man sehr gut fotografieren, wenn man mit dem Kinderwagen unterwegs ist oder ein Buch auf der Bank am Spielplatz lesen.
          Und sie werden ja auch mal groß!
          LG
          Sabiene

  3. Nicht alles, was geht, muss auch unbedingt in die Tat umgesetzt werden… Vierlinge sind noch mal eine ganz andere Herausforderung als „nur“ ein Kind. Ich sehe das bei einer Freundin, die Zwillinge hat.
    Und man wird im Alter ja auch nicht unbedingt leistungsfĂ€higer und belastbarer, ich will das nicht verallgemeinern, aber das ist so meine Erfahrung im Bekanntenkreis und auch bei mir persönlich. Sicher ist man — hoffentlich — souverĂ€ner und erfahrener, aber trotzdem… Ich sehe es so wie Du, hier sollte man auch irgendwann mal auf die Natur hören. Wenn alles gut geht, mag sie eine tolle Mutter sein, das will ich gar nicht ausschließen, aber das Risiko, dass eben nicht alles gut lĂ€uft, ist doch um einiges höher…
    Liebe GrĂŒĂŸe
    Katrin

    1. @Fellmonsterchen: Ich gebe dir in allen Punkten vollkommen Recht, besonders gefÀllt mir deine Aussage, dass man nicht alles machen muss, nur weil es möglich ist.
      LG
      Sabiene

  4. Ich habe gestern Abend einen ausfĂŒhrlichen Bericht zu dieser Frau im TV gesehen und mir ist die ganze Zeit nicht wirklich klar geworden, warum sie das macht, und dann noch als Alleinerziehende. Sie findet Kinder toll. Aha. Ich finde, wenn man einen Kinderwunsch hat, den man sich von Natur aus körperlich nicht mehr selbst erfĂŒllen kann, dann ist das eben so, egal in welchem Alter. Ein Kind, das ich nur austrage, von mir aber nichts Genetisches hat, muss ich auch nicht gebĂ€ren. Schon gar nicht in diesem Alter. FĂŒr jĂŒngere Frauen, die MĂŒtter sein wollen, gibt es fĂŒr einen so gelagerten Kinderwunsch die Möglichkeit der Adoption. Da habe ich dann auch kein Kind, das genetisch nichts mit mir zu tun hat und nebenbei eventuell nicht nur meinen Muttertrieb befriedigt, sondern auch noch einem bereits existierenden Menschen geholfen. Ich finde es aber auch richtig, dass diese Frau aus AltersgrĂŒnden bestimmt kein Kind mehr adoptieren darf. Da sind die hiesigen Gesetze einmal sinnvoll in meinen Augen. Wenn sie schwanger ist, weil sie Kinder mag oder -wie gestern auch erwĂ€hnt- ihrer 0jĂ€hrigen Tochter den Geschwisterwunsch erfĂŒllen will, dann soll sie sich doch um ihre zahlreich verhandenen Enkel kĂŒmmern. Das freut deren Eltern bestimmt mehr , als wenn diese dann eines tagen die Vierlinge ĂŒbernehmen mĂŒssen, weil Mutti/Omi nicht mehr kann. Sorry, das klingt jetzt gemein, aber mein VerstĂ€ndnis geht da wirklich gegen Null.
    LG Iris

    1. Nachtrag: „Da habe ich dann auch kein Kind, das genetisch nichts mit mir zu tun hat“ Da muss es der Logik wegen EIN Kind heißen. Und die jĂŒngste Tochter der Frau mit dem Geschwisterwunsch ist 9, was in meinen Augen auch schon grenzwertig ist. Dann mĂŒsste ich nĂ€mlöich schleunigst schwanger werden, um in der Situation zu sein. Und darauf kann ich gut verzichten.

    2. @Iris: Ich habe mir heute diesen Bericht auf der Internetseite von RTL angesehen und ich fand ihn so …. schaizze….! Und Schrowange war genauso dumm, wie diese Mutter. Allein die kleine Tochter hat mir leid getan, denn sie muss sehr tapfer sein.
      Das Credo von der Mutter, dass sie sich nicht in eine bestimmte Rolle drÀngen lassen möchte, ist sowas von daneben.
      LG
      Sabiene

  5. Irgendwie eigenartig, findet ihr nicht? Überwiegend regen sich die Leute ĂŒber diese Frau auf, dabei liegt die Ursache des Ganzen doch ganz woanders. Diese Frau hat lediglich ein Angebot angenommen. Das ist doch nichts verwerfliches!

    1. @ Rumpel: Vielleicht habe ich bei dir grad einen Hinweis auf Ironie ĂŒbersehen? Man muss meiner Meinung nach echt nicht jedes „Angebot“ nutzen, v.a. dann nicht, wenn es das Leben anderer Menschen betrifft

      1. Nee, muss man nicht, aber man kann. Das Angebot ist ja da. Und sonst heisst es doch auch immer, es ist die Entscheidung der jeweiligen Eltern und keiner hat eine Meinung zu haben, Kinder sind ein Grundrecht und die Möglichkeiten der kĂŒnstlichen Befruchtung werden verharmlost bzw. mit Argument Nummer 2 verteidigt – Kinder sind ein Grundrecht.

        Und nun? Die Frau hat ihre biologische UnfĂ€higkeit mit der modernen Medizin ĂŒberwunden. „Es hat einen Grund, warum sie keine Kinder mehr bekommen kann.“ – wo darf man mit der Medizin eingreifen und wo nicht? Wenn eine junge Frau massive Maßnahmen in der kĂŒnstlichen Befruchtung ergreifen muss, wo ist hier die Grenze?

        Es braucht dringend einen Dialog ĂŒber das Thema, weil die Medizin viel weiter fortgeschritten ist als das ethische VerstĂ€ndnis der Menschen.

        Es ist so einfach eine Frau zu verurteilen.
        Viel schwieriger den Blickwinkel auf das breite Bild zu lenken… wo es ihn so dringend brĂ€uchte

        1. @Rumpel: Aber sie hat doch ihr Soll (mehr als 1,3 Kinder zu bekommen, damit die Deutschen nicht aussterben) erfĂŒllt – sozusagen.
          Ich finde es nicht gut, was sie macht und ich finde es unvernĂŒnftig und unverantwortlich. Auch wenn sie noch so guter Gesundheit ist, sie hat immerhin noch eine 9jĂ€hrige Tochter, fĂŒr die sie gesund bleiben muss. Man kann nicht alles auf das Recht des Einzelnen und die IndividualitĂ€t abwĂ€lzen.
          Meine Meinung.
          LG
          Sabiene

          1. „Man kann nicht alles auf das Recht des Einzelnen und die IndividualitĂ€t abwĂ€lzen.“

            warum denn nicht? Was wĂŒrdest du sagen, wenn dir jemand versucht reinzureden, dass du dieses Blog hier machst?
            Wenn dir jemand vorwirft, dass du so etwas nicht zu machen hast?
            nur mal so zum drĂŒber nachdenken….

            Hier ein sehr guter Artikel zur Thematik
            „Es geht uns nichts an, wie Frauen oder MĂ€nner Kinder bekommen. “
            http://www.welt.de/debatte/kommentare/article139526680/Mutter-mit-65-abstossend-und-unethisch.html

            Ich finde, die Ärzte sind in die Pflicht zu nehmen. Sie haben so etwas ĂŒberhaupt erst möglich gemacht.
            Gedacht war das Ganze ursprĂŒnglich fĂŒr einen ganz anderen Zweck. Und nun? Wird, weil Geld damit zu verdienen ist, der „Zweck“ erweitert, von Ă€rztlicher Seite.
            Genau wie beim Kaiserschnitt, der zuerst auch fĂŒr eine ganz andere Klientel gedacht war.

            Wann kommt das Designerbaby? Die „Technik“ ist zwar dafĂŒr erfunden worden, um Erbkrankheiten auszuschließen und nicht weiterzugeben, aber wo fĂŒhrt der Weg hin, wenn die Entwicklung so weitergeht, wie z. B. bei der kĂŒnstlichen Befruchtung, beim Kaiserschnitt?

          2. @Rumpel: „warum denn nicht? Was wĂŒrdest du sagen, wenn dir jemand versucht reinzureden, dass du dieses Blog hier machst?“ Ich schade mit diesem Blog niemanden (vielleicht euch Leser, die ihn ertragen mĂŒsst) und einen Blog zu schreiben, hat auf mich und meine Umwelt nicht die Auswirkungen, die z.B. eine Schwangerschaft haben wĂŒrde. Ich finde es ganz schrecklich, wenn jemand Mutter wird, ohne sich vorher Gedanken um die Konsequenzen zu machen, denn mit einer Mutterschaft nimmt man Verantwortung nicht nur fĂŒr sich, sondern auch fĂŒr sein Kind auf (geboren oder ungeboren).
            Der Artikel ist gar nicht schlecht und ich habe ihn gerade kommentiert: „NatĂŒrlich geht uns die Lebensentscheidung dieser Frau nichts an. Aber man kann sich ja mal darĂŒber Gedanken machen. Und man kann eine Meinung dazu haben. Und auch, wenn das alles ziemlich krank findet, kann man der Mutter samt ihrer Kinderschar alles Gute wĂŒnschen.“
            Designerbabys sind bei uns verboten, dennoch aber möglich. Und das ist in vielen FÀllen auch krank.
            LG
            Sabiene

    2. @Rumpel: Naja, ganz so ist es nicht. Wenn dir jemand etwas anbietet, musst du wissen, ob es richtig ist, dies anzunehmen.
      Andererseits sind natĂŒrlich die Mediziner unverantwortlich, weil sie dieser Behandlung zugestimmt haben.
      LG
      Sabiene

        1. @Rumpel: Das weiß ich nicht, sein Alter wĂŒrde aber als Risikofaktor gewertet werden. Ich glaube, dass der Schauspieler Anthony Quinn bereits ĂŒber 70 gewesen ist, als er noch einmal Vater wurde. Und das ist auch nicht so wohlwollend von der Presse aufgenommen worden.
          LG

  6. ich glaube diese Frau hat Angst vorm Stillstand und vor dem Alt werden und natĂŒrlich vor dem Tod. Ich kann die Angst verstehen. Steht es uns zu ĂŒber sie zu urteilen? Jeder kann nur sagen was er selbst machen wĂŒrde. Probleme die die Kinder haben werden oder die Geschwister? Probleme gibt es in jeder Familie oder? Ich denke man kann auch daran wachsen. Diese Frau hat sich ihr Leben lang um Kinder gekĂŒmmert – 13 stimmts? Und jetzt soll das plötzlich aufhören? Das ist Angst.

    1. Da könnte was dran sein, da sie Lehrerin ist und zum Schuljahresende in Pension geht. Vielleicht sollen die privaten Kinder ihr dann die im Moment noch vorhandenen dienstlichen ersetzen.

      1. ja das wĂ€re schon ein ziemlicher Umbruch, wenn man das ganze Leben lang von Kindern umgeben war und Enkelkinder gibt man ja auch immer wieder ab. Alternativ hĂ€tte sie ja auch eine Hundezucht aufmachen können…. andere Leute fahren dann lieber ganz oft in Urlaub oder schreiben die Memoiren. Ja es gibt viele Möglichkeiten. Vierlinge ist halt eine sehr gewagte.

        1. @Bella: Und mit Mehrlingsschwangerschaften muss man bei kĂŒnstlichen Befruchtungen rechnen. Zwillinge sind schon sehr riskant, Drillinge und Vierlinge umso mehr.
          LG
          Sabiene

          1. @Iris: Dann kannst du ja schon mal deine Reise in die Ukraine zum Reproduktionsmediziner planen. Wenn in 10 Jahren die Ukraine noch steht 😉
            LG
            Sabiene

    2. @Bella: Ja, irgendwo ist es Angst – und eine Nichtakzeptanz der Situation. NatĂŒrlich hat jede Familie ihre Probleme, aber wenn ich die vermeiden kann, mache ich das doch, oder?
      LG
      Sabiene

  7. In dem Zusammenhang auch interessant:
    http://www.tagesspiegel.de/medien/vertrag-mit-dem-fernsehsender-wie-rtl-die-vierlings-schwangerschaft-vermarktet/11629868.html
    Ob sie sich und vor allem ihrer Familie damit einen Gefallen tut? Da wird einerseits immer davor gewarnt, Fotos seiner Babys in Social Networks etc. zu posten, aber auf RTL mit Millionen von Zuschauern ist es okay? (Der Satz „Ganz sicher werden wir im Krankenhaus sein…“ lĂ€sst zumindest vermuten, dass auch die Babys gezeigt werden sollen, wenn auch nicht die Geburt selbst — wie rĂŒcksichtsvoll…) RTL ist ja nun auch nicht gerade fĂŒr die einfĂŒhlsamste Berichterstattung bekannt…

  8. ich kann nur sagen, dass ich sehr zufrieden bin Oma zu sein und kein Interesse haette, noch Kinder zu bekommen. Unsere juengstes Enkelkind ist jetzt 2 Monate und ich freu mich sehr, wenn ich sie im Arm habe und freu mich noch mehr, wenn ich sie weinend abgeben kann. Aber jeder muss und soll es machen, wie er es versteht und will und kann.

    1. @vivilacht: Ob sie kann und wie, wird sich noch zeigen. 4 Kinder auf einmal … das ist schon fĂŒr eine junge Frau, bzw. Familie Hardcore. Ich bin 10 Jahre jĂŒnger und möchte seit 10 Jahren nicht mehr schwanger sein. Lieber warte ich auf Enkel.
      LG
      Sabiene

      1. nun sind die Kinder da. ich hoffe, es wird ihr und den KIndern gut gehen.
        Aber nicht nur sie hat diese Woche Kinder bekommen. Bei uns ist eine Frau mit 65 jetzt ihrem ERSTEN Baby entbunden worden. Sie konnte nie schwanger werden – und bei diesen superreligioesen heiratet man schon mit 18 oder allerhoechst 2o Jahren – und sie ist irgendwo hingefahren, um schwanger zu werden. Hoffentlich wird es dem Kind gut gehen und auch den Eltern. Der Vater ist 67. Andere Frauen in ihrem Alter haben schon fast Urenkel dort.
        ich kann nur beiden Frauen viel Gesundheit wuenschen udn auch den Babys

        1. Ich habe es am Wochenende auch gelesen. Was fĂŒr ein GlĂŒck, dass alle 5 wohlauf sind und die Prognosen fĂŒr die 4 Babies positiv sind! Aber ich hoffe sehr, dass dieses Beispiel keine Schule macht.
          In Aschaffenburg hat vor ein paar Jahren auch eine TĂŒrkin in hohem Alter ihr 1. Kind entbunden und die UmstĂ€nde waren Ă€hnlich, wie bei der Frau, von der du erzĂ€hlst. Sie konnte nie Kinder bekommen, hatte aber sogar welche adoptiert und dann, sobald es möglich war, in der TĂŒrkei eine kĂŒnstliche Befruchtung vornehmen lassen.
          Auch wenn ich es unverantwortlich finde, ein solches Risiko einzugehen, kann ich mir vielleicht gar nicht vorstellen, was in einem Menschen vorgeht, der einfach keine Kinder bekommen kann.
          Bei der Frau mit den Vierlingen finde ich es nur noch blöd.
          Und ĂŒberhaupt sollte man mit dem Leben keine Experimente wagen.
          LG
          Sabiene

  9. Hallo Sabine,

    mir fĂ€llt in diesem Zusammenhang eine Klassenkameraden ein, deren Mutter „relativ“ Ă€lter war als die anderen MĂŒtter. Sie hat schon sehr damit zu kĂ€mpfen gehabt und wurde stĂ€ndig gefragt, was ihrer Oma hier macht. Die Frau mag Kinder?? Erstens bin ich davon nicht zu 100 % ĂŒberzeugt, sich selbst und ihre WĂŒnsche mag sie ganz sicher. Wenn sie tatsĂ€chlich Kinder mag und der biologische Zug abgefahren ist, kann sie hunderte von Organisationen unterstĂŒtzen, die mit ihrer Arbeit tatsĂ€chlich etwas fĂŒr Kinder ĂŒbrig haben.

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Sandra

  10. Ich habe die Berichte ĂŒber Frau gelesen, ich bin normal jemand der sagt, jeder soll so Leben wie es ihm gefĂ€llt, allerdings stoße ich hier nun auch an meine Toleranzgrenzen. Ich kann verstehen, das sich jemand Kinder (auch sehr viele) wĂŒnscht und diese bekommt, aber irgendwann muß man auch einsehen das es reicht. In einem Alter das schon lĂ€nge Zeit ĂŒber dem Liegt, was die Natur im Bestfall vorgibt, wo eine Frau Kinder bekommen kann sollte man als Frau den Schlußstrich ziehen und sich damit abfinden keine weiteren Kinder mehr zu bekommen, denn nicht alles was heute Technisch möglich ist muss man umsetzen.

    1. „denn nicht alles was heute Technisch möglich ist muss man umsetzen.“
      ja aber warum wird es denn dann erst ĂŒberhaupt technisch möglich gemacht? Tut das Not?

    2. @Petra: Geht mir auch so. Mir ist egal, ob jemand 1 oder 13 Kinder hat – wobei ich mir beim 10. Kind schon mal Gedanken mache, ob das so sein muss. TatsĂ€chlich haben zu Zeiten, in denen es keine Geburtenkontrolle gab und man möglichst viele Kinder bekam (wobei ja auch immer einige starben), es auch versucht zu vermeiden, dass eine Frau zu oft schwanger ist.
      Andererseits: diese Frau muss eine unglaubliche Konstitution haben, denn ihre 13 Kinder merkt man ihr nicht an.
      LG
      Sabiene

  11. Endlich ein sachlicher Beitrag zu der Causa. Vielen Dank! 🙂
    ZunÀchst einmal: Es kann ein Elternteil zu jedem Zeitpunkt seines Lebens dahinraffen, somit kann ich (30 J., zwei Kinder) schon in wenigen Stunden den Löffel abgeben, Frau R. wird vielleicht 100. Und ja, eigentlich ist es ihre Sache.

    Ich störe mich vielmehr an der Anzahl ihrer Kinder. Warum musste es noch ein 14. Kind sein? Dass daraus nun 17 wĂŒrden, konnte ja keiner ahnen. Außerdem profitieren hier Reproduktionsmediziner finanziell, aber auch wissenschaftlichn auf Kosten der Mutter und der Kinder. Alle fĂŒnf sind m.E. Versuchskaninchen.

    Auf der anderen Seite: Wenn irgendwelche MĂ€nner mit 60+ oder gar 70+ noch mal den dritten FrĂŒhling erleben, ist das kaum eine Meldung wert, allerhöchstens getrĂ€nkt mit Anerkennung („Wow, wie potent er doch ist.“). Das wurde schon in anderen Kommentarbereichen angemerkt, die Repliken dazu: „Ein Kind wird doch von der Mutter erzogen, da ist das Alter des Vaters egal.“, „Guck dir mal das Alter der Frauen der alten VĂ€ter an, die sind alle höchstens 35.“ usw. Diese Doppelmoral finde ich empörend!

    1. Soll da jetzt Mitleid mit dem Versuchskaninchen „Mutter“ aufkommen? Diese Rolle hat sie sich ja wohl selbst ausgesucht und macht damit ihre Ungeborernen gleich mit zu Versuchskaninchen, was das Schlimme daran ist.

      1. „Soll da jetzt Mitleid mit dem Versuchskaninchen “Mutter” aufkommen? “
        wieso das denn? Diesen Gedankengang kann ich nicht nachvollziehen. Wie kommt man auf so was?
        Nein, es soll nicht auf diese Frau eingedroschen werden, sie hat es sich ausgesucht, was ja auch nur ging, weil es die Möglichkeit dazu gibt.
        GĂ€be es keine Eier und keinen Samen, den man kaufen kann und keine kĂ€uflichen Ärzte, die das ganze durchziehen, hĂ€tte diese Frau auch nicht schwanger werden können.
        Wenn gemeckert wird, dann ĂŒber die Ursachen, denn da gilt es anzusetzen. Die Auswirkungen sehen wir ja gerade.

        1. @Rumpel: Ich finde, man macht es sich zu einfach, alles auf ihren freien Willen abzuschieben! Wenn ich nun mit 200 Sachen ĂŒber die Autobahn donnere, ist dies auch mein freier Wille. Aber wenn ich damit mich und andere gefĂ€hrde, ist das nicht in Ordnung.
          LG
          Sabiene

          1. @Rumpel: Verbote bringen da gar nix. Es gibt aber Elternpaare, die gezwungen sind, solche Aspekte zu bedenken. Und ich kenne Paare, die sich aus medizinischen GrĂŒnden gegen eigene Kinder entschieden haben.
            LG
            Sabiene

    2. @Anna: Diese hohe Anzahl der Kinder ist schon bemerkenswert.
      Und ich bin ganz deiner Meinung: Mutter und Kinder sind Versuchskaninchen fĂŒr Reproduktionsmediziner. Und: Ich habe irgendwo gelesen, dass sie dies in der Ukraine hat durchfĂŒhren lassen und das es wohl mehrere Versuche gegeben hĂ€tte. Das sagt ja wohl alles.
      Ich meine auch, dass VĂ€ter nicht zu alt sein sollten, auch wenn die Bindung der Kinder an die MĂŒtter oftmals stĂ€rker ist – zumindest am Anfang. Aber Kinder brauchen auch einen Vater. Alte VĂ€ter mit jungen Frauen haben ja in der Regel viel Geld und sind berĂŒhmt und meinen, sie können sich die ewige Jugend kaufen.
      LG
      Sabiene

  12. Hm. FĂŒr mich persönlich wĂŒrde eine kĂŒnstliche Befruchtung schon jetzt nicht mehr infrage kommen (und ich werde erst 50), doch fĂŒr Frau R. scheint es – aus welchen GrĂŒnden auch immer – sehr wichtig gewesen zu sein, noch einmal ein (bzw. jetzt mehrere) Kinder zu bekommen. Wie in anderen Gewissensfragen (z. B. Schwangerschaftsabbruch, PrĂ€implantationsdiagnostik) kann jede Frau auch in diesem Punkt daher meiner Meinung nach nur fĂŒr sich selbst eine Entscheidung treffen. Denn wie heißt es doch: „Urteile nie ĂŒber einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist.“

      1. Ohlala, ist das die berĂŒhmte Stutenbissigkeit? Da geht eine Frau in ihrer Mutterrolle auf und weil sie Ă€lter ist, wird sie als „krank“ bezeichnet.
        Irgendwie bin ich entsetzt.

          1. Kennst du diesen Ausdruck nicht? Stutenbissigkeit bedeutet, das Frauen gerne untereinander aufeinander losgehen 🙂 hinterm RĂŒcken herziehen,
            hÀmische Bemerkungen usw.

          2. @Rumpel: Das geht mir jetzt ein bisschen weit. Ich weiß sehr wohl, was du mit Stutenbissig meinst. Ich bin weder hĂ€misch, noch hinten rum und ich nehme mir das Recht heraus, hier auf meinem Blog meine Meinung zu sagen.
            DafĂŒr ist er nĂ€mlich da.
            Sabiene

          3. Entschuldigung, ich mein das doch nicht bös!! Deinem Post nach hatte ich gedacht, dass du den Ausdruck nicht kennst, deshalb hatte ich dir geantwortet. Und vorher hatte ich es als Frage formuliert:
            „Ohlala, ist das die berĂŒhmte Stutenbissigkeit?“

            Ich hab immer das gleiche Problem, ich will niemandem auf die FĂŒĂŸe treten, schaff das aber trotzdem immer wieder.
            Ich wĂŒnsche dir ein wunderschönes Wochenende.
            Es grĂŒĂŸt
            das Trampeltier Rumpel

          4. @Rumpel: Dieses Medium hat schon seine TĂŒcken, besonders weil man sein GegenĂŒber nicht sieht, kennt, einschĂ€tzen kann.
            LG
            Sabienes

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.