Tod durch Männerschnupfen! Die verkannte Gefahr für unseren Partner

Männerschnupfen
Männerschnupfen oder: die oft belächelte Todesgefahr

Falls du, der hier zufällig auf meinem Blog gekommen bist, ein Mann bist, dann solltest du besser nicht weiter lesen.
Und falls du gerade zufällig ein Kratzen im Hals spürst und sich deine Stirn ein bisschen heiß anfühlt, dann solltest du dich am besten sofort hinlegen. Denn schwebst in höchster Gefahr, an einem Männerschnupfen zu erkranken.

Das ist ein Ernstfall!

„Mein Mann hat Schnupfen!“

Diesen Spruch bekam ich letzens von einer Freundin per WhatsApp geschickt:

Es regnet in Strömen! Aber echte Männer benutzen keinen Schirm. Echte Männer werden lieber nass, fluchen dabei auf das elende Scheißwetter, erkälten sich und sterben dann Ieise an einem Männerschnupfen!“

Ich habe das natürlich gleich an eine andere Freundin weiter geschickt und bekam dann postwendend folgende Antwort:

Mein Mann hat Schnupfen und behauptet nun, er bräuchte eine neue Niere!“

Da ein Männerschnupfen anscheinend eine ernstzunehmende Erkrankung ist, wird es Zeit, dieses Phänomen (oder Damoklesschwert) einmal näher zu beleuchten.

Tod durch Männerschnupfen

Männerschnupfen Lebensgefahr

Der allgemeine Männerschnupfen fängt meist ganz harmlos an.
Aber auf einmal fällt uns sorgenden Lebenspartnerinnen eine gewisse Geräuschkulisse auf, die daher rührt, dass der Mann schnieft. Sobald man ihn darauf aufmerksam gemacht hat, schnieft er nicht nur, sondern zieht sich in immer kürzeren Abständen die Nase hoch. Und zwar richtig, richtig hoch! Dazu kommt dann ein Hüsteln, das sich im weiteren Verlauf in die Tiefen der Lunge verlagert, begleitet von einem steten leises Seufzen.
Ab diesem Zeitpunkt kommt meistens jede Hilfe zu spät.
Denn von nun an wird sich unser Lebenspartner, unser Geliebter, unser Held in ein rotzendes, glühheißes Monster verwandeln. Wir brauchen also sofort einen 24-Stunden-Schwesternkittel samt Häubchen. Denn unsere Aufgabe wird von nun an darin bestehen, mit spitzen Fingern die Berge von gebrauchten Papiertaschentüchern zu entsorgen. Zudem muss alles an Hilfsmitteln, Medikamenten, Breiumschlägen, Kräutertees, Hühnersuppen und Fieberthermometern hervorgekramt oder eingekauft werden, was die moderne Medizin so hergibt.

Wir werden Vorschläge zu möglichen Therapien machen, die zu 95 Prozent kein Gehör finden werden. Und wir werden in der Nacht ins Gästezimmer auswandern, weil der Mann auf Grund verstopfter Nasennebenhöhlen das Schlafzimmer mit über 120 Dezibel besschnarcht.

Mögliche Therapien und ihre Umsetzung

Männer, die unter einem Schnupfen leiden, lassen sich in 2 verschiedene Kategorien einordnen:

  1. Männer, die zum Hausarzt gehen und sich dort einen ganzen Einkaufswagen voller Medikamente verschreiben lassen (die meisten auf Privatrezept) und sich dann noch eine Krankschreibung von über 14 Tagen ergaunern.
  2. Männer, die das Modell „Heimpflege“ favorisieren.

Beide Varianten kommen aufs Gleiche raus.

„Ein Schnupfen braucht Ruhe!“ sagte die Oma

Bei einem Schnupfen helfen eigentlich nur Ruhe und ein paar Hausmittelchen.
Aber Männer wollen sich dann oft nicht gleich ins Bett legen, sondern bleiben ewig lang, eingehüllt in die gute Wolldecke mit Kaschmiranteil (Handwäsche) auf dem Sofa liegen und behaupten, dass sie nun das Fernsehprogramm bestimmen dürfen, weil sie ja so schwer krank sind. Erst wenn es Zeit wird, das Schlafzimmer zu beschallen, schleppen sie sich ins Bett.

Hausmittel werden (wie andere Therapien) häufig abgelehnt oder umgedeutet.
Sagt man zum Beispiel: „Du solltest viel trinken!“ schenkt sich der Mann am Ende seiner Kraft ein Weißbier ein.
Fragt man: „Soll ich dir einen Tee kochen?“ kippt sich der Mann noch eine ordentliche Portion Rum in den Darjeeling.

Vorsicht auch bei Heilungskrisen aller Art! Diese können sehr leicht entstehen, wenn wir Frauen den inzwischen einigermaßen rekonvaleszenten Partner bittet, den Müll runterzutragen. Gefahr droht auch, wenn die Gummibärchen alle sind.

Fazit:

Dieser ganze Artikel ist natürlich wahnsinnig übertrieben und ich bin auch ziemlich ungerecht. Denn wenn ich einen Schnupfen habe, leide ich auch sehr.

Andererseits will ich auch uns Frauen nicht bis in alle Ewigkeiten zu Unmenschen degradieren. Denn unsere Genervtheit, die entsteht, wenn der liebe Mann an Männerschnupfen leidet, entspringt ganz einfach der grundehrlichen Sorge um unseren Partner.

Quellenangabe: für weitere Informationen empfehle ich euch diese Aufklärungsseite über den Männerschnupfen!

Fotos: Tod durch Männerschnupfen ©frau-sabienes.de
Text: Tod durch Männerschnupfen! Die verkannte Gefahr für unseren Partner ©frau-sabienes.de

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22 Kommentare

  1. muaaaaaaaaahaaaaaaa 😀 genau erkannt, und natürlich, es ist nur die Sorge!!! *hust*
    Umärmler, hoffentlich ist der liebe Mann gesund, der hiermit auch aufs Herzlichste gegrüßt sei 🙂
    ClauDia

    1. @ClauDia: NUR Sorge! Die erste Runde Männerschnupfen haben wir bereits hinter uns. Mal sehen, was die kalte Jahreszeit noch so bringen wird 😉
      LG
      Sabiene

  2. Ich muss dir in allem Recht geben. Allerdings steckt im anfangs genannten Zitat deiner Freundin ein Fehler: „…und sterben dann Ieise an einem Männerschnupfen!“ Hier liegt ein Irrtum bei der Adjektivwahl vor, denn „leise“ sterben sie auf gar keinen Fall.
    LG Iris

    1. @Iris: Dochdochdoch! Sie sterben gaaanz leise und bescheiden vor sich hin, so dass man ein schlechtes Gewissen kriegt, weil sie nicht mal mehr schnarchen können, so leise wird hier gestorben! 😉
      LG
      Sabienes

      1. Also das mit der Sterbelautstärke kenn ich definitiv anders, obwohl ich zugeben muss, dass ich es noch nie bis zum Ende verfolgen konnte. Kam irgendwie dann doch immer diese Genesung dazwischen, als Mann gar nicht mehr mit rechnete.
        LG Iris

  3. Was bitte ist denn daran übertrieben??? OK, mein LIebster hatte tatsächlich Fieber, aber war zwar nach einer Woche in der Lage, wieder arbeiten zu gehen, konnte sich jedoch beinahe drei Wochen wegen seiner schweren Erkrankung nicht an der Hausarbeit beteiligen. Ich habe zwischendurch überlegt, ob ich ihn nicht besser einschläfern lassen soll… 😛

  4. Ich lache mich gerade halb tot, so ein Exemplar habe ich auch daheim. Im Spätsommer hatte er sehr viele Mückenstiche und hat gleich die Masern oder Windpocken in verdacht gehabt und seinen Impfausweis gewälzt, ob er es überleben wird 😉 Lg Romy

    1. @Romy: Masern und Windpocken … ja, das ist ein artgerechtes Verhalten! Ich kenne einen (nicht meiner), der wollte uns seine Kopfschmerzen nach einer durchzechten nach als Gehirnhautentzündung verkaufen …
      LG
      Sabiene

  5. Zitat
    schnieft er nicht nur, sondern zieht sich in immer kürzeren Abständen die Nase hoch. Und zwar richtig hoch!
    Zitatende
    Das machen Männer rein instinktiv, liegt praktisch in den (Überlebens)-Genen. Hochziehen ist gesünder als putzen! Ist wirklich so 🙂
    http://www.n-tv.de/wissen/Hochziehen-erlaubt-article31129.html
    und dann noch das hier:
    „Neuere Forschungen legen den Schluss nahe, dass zumindest Erkältungskrankheiten bei Männern schlimmer verlaufen als bei Frauen. “

    „Nach der Menopause sind Frauen dann genauso anfällig wie die leidenden Männer. “
    http://www.zeit.de/2012/28/Stimmts-Kranke

    das sind ja Aussichten…….

    http://www.myvideo.de/watch/11586619/Maennerschnupfen

    1. @Rumpel: Beides ist richtig. Zu starkes, heftiges Schneuzen kann nach hinten los gehen. Wer immer nur die Nase hochzieht, riskiert, dass das Zeug in irgendwelchen Nasenhöhlen landet. Am besten ist es, wenn man immer abwechselnd ein Nasenloch zuhält. Zumindest hat das der HNO meiner Jungs immer so erklärt.
      LG
      Sabiene

      1. „Wer immer nur die Nase hochzieht, riskiert, dass das Zeug in irgendwelchen Nasenhöhlen landet. “
        Nein, genau andersrum. Beim Hochziehen entsteht nicht so ein Druck, wie beim Naseputzen. Wenn schon Naseputzen, dann immer nur ein Nasenloch.
        Weißt du, was so richtig befreiend ist? Beim Niesen ein Nasenloch zuhalten und nur durch das andere Nasenloch aber so richtig rausniesen. Ist fast so, als wenn der HNO einen auffordert, Kuckuck zu sagen, wenn er einem den Kopf „durchbläst“ 🙂

        1. @Rumpel: Dies ist nun der richtige Moment, um allen meinen Leserinnen eine gesunde, erkältungsfreie kalte Jahreszeit zu wünschen!
          😉
          LG
          Sabiene

          1. Evtl. solltest du den Männern deiner Leserinnen das wünschen *LOL*, dann gehts den Leserinnen auch gut!
            🙂

  6. ich wurd hier grad gaaanz böse angeschaut als ich beim lesen deines Beitrags laut losgelacht hab, ich habe solch ein Exemplar welches die 24 Heimpflege bevorzugt, grad nämlich auf dem Sofa liegen 😉

    1. neulich erst gelesen:
      Während der Geburt hat eine Frau so starke Schmerzen, dass es ihr beinahe möglich ist, die Schmerzen nachzuempfinden, die ein Mann bei einer Erkältung hat.

      🙂

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