Locken oder glatte Haare – Alles eine Frage der Gene

Locken oder glatte Haare – Alles eine Frage der Gene

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Locken oder glatte Haare?

Die Chance, dass mir im Moment meiner Entstehung die Erbinformationen für blonde Locken mitgegeben wurden, stand damals 50:50. Aber wie das Schicksal so spielt, bekam ich die dunklen, glatten Haare der Mutter mit ins Lebensgepäck gestopft. Samt einer Neigung zum frühen Ergrauen.
Wie viel anders wäre mein Dasein hier auf Erden verlaufen, hätte ich die Haare meines Vaters geerbt?
Zumindest hätte mir diese kleine Information in der Helix einige üble Dauerwellen erspart.
Vielleicht aber auch nicht.

Locken oder glatte Haare - Alles eine Frage der Gene

Was die Oma und die Tante schon immer wussten ("Die Haare hat sie von der Mutter, aber das Mundwerk ist vom Herrn Papa!") wurde nun von australischen Forschern hieb- und stichfest untermauert.  Die Frage, ob wir mit Locken oder glatten Haaren herumlaufen, liegt an der Form der Haarwurzel und diese ist genetisch bedingt. (Siehe dieser Artikel in der NOZ).  Die Wahrscheinlichkeit, dass man mit einer europäischen Abstammung als Lockenköpfchen auftritt, ist mit 15 Prozent sogar relativ gering.
Die Mehrzahl der Menschen in unseren Breitengraden trägt sein Haar von Natur aus entweder glatt oder leicht gewellt.

Aber ICH wollte bislang immer gerne einer Minderheit angehören.

Eine Frage der Mode

Kennt ihr noch die Werbung aus den 80er oder 90er Jahren für ein bestimmtes Haarpflegeprodukt? Da überlegte sich eine schöne Frau mit langen dunklen Locken, ob sie sich nicht - welch Frevel - ihre tollen Haare zwengs dem bösen Haarspliss abschneiden soll. Aber dank diesem beworbenen Mittel konnte sie die Schere getrost zerstören und sich elegant eine Lockensträhne aus dem Gesicht pusten.
Und so. GENAU SO!!!!
So wollten wir alle ausschauen! Wir - das waren alle die, die wir nicht zu den gewissen 15 Prozent angehören - also denen ohne die gelockte Erbmasse.
Die schöne Frau aus der Werbung kam übrigens aus Venezuela.

Glätteisen schlägt Dauerwelle

Einige Jahre später dachte ich dann, ich sehe nicht richtig. Anstatt sich mit einer Dauerwelle die Haare zu versauen, kauften sich alle ein Glätteisen. Denn wer was auf sich hielt, bügelt sich seine schönen Locken in einen Sleek Look - also ganz, ganz glatt. Natürlich kam damit gleichzeitig MEINE Zeit, denn meine komplett glatten Haare waren plötzlich komplett modern. Trotzdem finde ich, dass das bewusste Glätten seiner Lockenpracht etwas sehr Unmoralisches und fast schon Undankbares an sich hat.
Inzwischen sind Locken wieder gesellschaftsfähig und zwar von Glamourwellen bis "gerade heute mal nicht gekämmt".

Wie bekommt man Locken in glatte Haare?

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Egal ob von glatt nach lockig oder umgekehrt: Immer muss hier ein wenig nachgeholfen werden.

Lockenstab

Die einfachste Methode ist wahrscheinlich die, einen Lockenstab zu benutzen. Es gibt inzwischen diese "Ondulierscheren", wie man sie früher bezeichnete, in verschiedenen Ausführungen und mit manchen kann man sogar glätten - falls das Modeblatt sich einmal wieder wenden sollte. Wenn ihr nicht wisst, welches Gerät ihr kaufen sollt, kann ich euch diese Testseite empfehlen oder ihr fragt euren Friseur.
Denn ich persönlich kann mit diesen Dingern nur sehr eingeschränkt hantieren.

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Eine Ausnahme ist für mich der Babyliss Paris Curl. Dieser Lockenstyler sieht im ersten Moment aus, wie ein Mörderinstrument. Aber ich bekomme damit echt tolle Locken hin. Im Moment arbeite ich noch mit dem Vorgängermodell, das mit einem Aufsatz auskommt. Und eigentlich reicht mir der auch vollkommen aus.

Wichtig bei solchen Behandlungen ist, dass ihr vorher ein Hitzeschutzspray in die Haare einarbeitet.
Ich verwende sehr gerne das InstaNatural Wärmeschutz-Spray. Es besteht aus natürlichen Ölen und schützt mein Haar, ohne es zu beschweren.
Außerdem klebt es nicht, so wie andere Produkte, die ich bislang ausprobiert habe.

Egal, für welches Gerät ihr euch entscheidet: schaltet den Styler niemals auf die höchste Stufe, sondern arbeitet mit niedrigen Temperaturen.

Lockenwickler

Lockenwickler ist natürlich der Klassiker und ideal für diejenigen unter uns, die ein bisschen mehr Zeit haben und einige Stunden lang das Haus nicht verlassen müssen. In dieser Zeit darf natürlich auch niemand an der Haustür!
Es gibt tolle Klettwickler, die schnell eingedreht sind oder Papilotten. Manche Frauen wickeln sich die Haare auch um Socken und gehen damit ins Bett.
Das sieht dann auch lustig aus!

Dauerwellen

Weil wir ja in den 80ern alle so aussehen wollten, wie das oben beschriebene Werbemodel, versauten wir uns unsere Kopfhaut mit allerlei dubiosen und giftigen Dauerwell-Chemikalien. Manchmal wurde man den Geruch erst nach zehn Haarwäschen los. Das war dann auch in der Regel der Moment, in dem die Dauerwelle einigermaßen gut aussah, 14 Tage später war es dann vorbei mit der Pracht. Übrig blieben nur ein paar stumpfe, kaputte Spitzen. Inzwischen gibt es bessere Flüssigkeiten, die das Haar nicht so schlimm schädigen. Aber pflegebedürftig werden sie nach einer solchen Behandlung dennoch sein.

Falls ihr unbedingt eine Dauerwelle haben wollt, dann sucht euch einen richtig, richtig guten Frisör!

Was sonst noch hilft:

Eigentlich hilft nur, dass man sich damit abfindet, keine Locken zu haben. Oder das Gegenteil: sich von den Naturlocken nicht stören zu lassen. Denn dauerhaft oder ohne große Chemie kann man diesen Umstand einfach nicht ändern.

Die Gene ...

Die Gene treiben ein seltsames Spiel mit einem. Hätte ich die Locken von meinem Vater geerbt, wäre ich mit diesem ewig wirren Haar vielleicht unzufrieden. Dafür hätte im Gegenzug auf andere Eigenschaften, die mir von dieser Seite aus weitergegeben worden sind, verzichten müssen.

Aber so ein paar Locken wären doch nicht so schlecht gewesen ....


Dieser Artikel erschien erstmals auf meinem Blog Sabienes TraumWelten und das Beitragsthema kam mir dort immer wie ein Fremdkörper vor. Nun habe ich ihn für diesen Blog umgeschrieben und ergänzt.

Außerdem verabschiede ich mich mit diesem Artikel in die Weihnachtsferien! Auf Sabienes TraumWelten gibt es noch eine Ausgabe der Coolen Blogbeiträge und auf MondYoga wird noch ein neuer Mondkalender veröffentlicht. Und dann ist auch auf diesen Blogs Weihnachten.


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Alle Fotos: Locken oder glatte Haare - Alles eine Frage der Gene ©frau-sabienes.de unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Emiliano Vittoriosi / Unsplash
Text: Locken oder glatte Haare - Alles eine Frage der Gene ©frau-sabienes.de
Zusammenfassung:
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Thema
Locken oder glatte Haare - Alles eine Frage der Gene
Beschreibung
Locken oder glatte Haare - Die Struktur der Haare sind genetisch bedingt. Abhilfe schaffen lediglich Glätteisen, Lockenstab oder der Frisör.
Geschrieben von:

4 Gedanken zu „Locken oder glatte Haare – Alles eine Frage der Gene

  1. Ich bin schon seit ewigen Zeiten dauergewellt. Und da ich tatsächlich einen sehr sehr sehr guten Friseur habe (immer derselbe seit 25 Jahren), sind weder Kopfhaut noch Haare geschädigt noch sieht die Dauerwelle nach Dauerwelle aus.
    Ich nehme der Natur übel, dass sie mich mit glatten – und zwar total glatten – Haaren versehen hat, denn ich finde, mir stehen Locken so viel besser, was hat sich die Natur dabei eigentlich gedacht.
    Ich hab aber ein paar Mal, wenn ich mir die Haare kürzer schneiden ließ (ich habe lange Haare normalerweise), die Locken nicht erneuern lassen, sprich, es mit glatten Haaren probiert. Das gefiel mir ein paar Wochen, weil es neu war, und dann fing ich an, den langen Locken hinterher zu weinen.

    Lange Rede kurzer Sinn, das mit den Haaren ist ein nicht enden wollendes Problem ?

    Ich wünsch dir schöne Weihnachten ?? Bettina

    1. @Bettina: Es ist ja schon mal toll, dass deine Haare die Dauerwellerei aushalten! Bei mir war das nie so. Spätestens mit der 2. Dauerwelle war alles vorbei.
      LG
      Sabienes

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