Death Cleaning oder Döstädning – Der neue Aufräum-Trend aus Schweden

Death Cleaning Döstädning
Klingt blöd, ist aber nicht so gemeint: Death-Cleaning

Man könnte meinen, dass die Skandinavier es nicht gut mit der Menschheit meinen.
Mit ihrem hygge verleiten sie uns, dass wir unsere Wohnung möglichst minimalistisch einrichten und dekorieren und uns hier auf die wunderbaren Farben schiefergrau, weiß und hellbraun beschränken.
Und mit dem neuesten Trend, dem Döstädning oder auf Neudeutsch Death Cleaning schmeißen wir auch den letzten Rest noch weg.

Was es mit diesem neuen Aufräumtrend auf sich hat, erzähle ich euch in diesem Artikel.

Was bedeutet Death Cleaning oder Döstädning?

Das schwedische Begriff Döstädning bedeutet so viel wie sterben und Sauberkeit. Die Übersetzung Death Cleaning klingt schon reichlich morbide, oder?
Darunter versteht man eigentlich eine Mischung aus Aufräumen und Philosophie. Demzufolge sollte man so aufräumen, als würde man bereits morgen schon sterben.
Das machen in Schweden nicht nur Todgeweihte. Angeblich wäre es dort schon fast normal, dass man bereits im Alter von 50 Jahren beginnt, die letzten Dinge zu ordnen. Und eigentlich könnte es ja mit einem jeden Tag vorbei sein, ganz egal, wie alt man ist.
Erfunden hat diesen Aufräumtrend Margareta Magnusson.

Margareta Magnusson

Die schon etwas in die Jahre gekommene Schwedin ist nach eigenen Angaben zwischen 80 und 100. Nach dem Tod ihres Mannes sah sie sich gezwungen, ihren Haushalt so zu verkleinern, dass alles in eine kleinere Wohnung passte. Und da dachte sie sich wohl: Warum nicht gleich?
Margareta sagte in einem Interview, das es dabei nicht um Leben oder Tod ginge, sondern um:

 … die Geschichte deines Lebens, die guten und die schlechten Erinnerungen. Die guten behältst du, die schlechten löschst du aus.“

Hier könnt ihr euch einen Bericht mit dieser sympathischen Lady ansehen:

Warum mir der Grundgedanke von Death Cleaning gefällt.

Es kann sehr anstrengend sein, den Haushalt der Eltern und Großeltern aufzulösen.
Ich habe das bereits dreimal miterlebt und ich kenne die Gedanken, die man dabei hegt: „Diese Vase hat die Oma so geliebt!“ oder „Papa würde sich im Grab umdrehen, wenn er sieht, was wir alles wegschmeißen“ oder „Warum sammelt ein normaler Mensch solche Dinge?“ Wenn man in Trauer ist, fällt es einem schwer, bestimmte Entscheidungen zu treffen. 
Hätten die Angehörigen mit Death Cleaning ihre Habseligkeiten bereits im Vorfeld aussortiert, ließe sich eine solche Nachlassverwaltung wahrscheinlich etwas entspannter gestalten.

Aber natürlich sollte man Death Cleaning nicht nur wegen der Erben betreiben. Man sollte immer auch für sich selbst aufräumen und ausmisten. Denn die Beschränkung auf nur wenige, wichtige Dinge kann uns nachweislich von Belastungen befreien und uns zu mehr Lebensqualität verhelfen.

Was macht man aber mit privaten Dingen?

Jetzt ist es natürlich kein unlösbares Problem, seinen Kleiderschrank auszumisten. Marie Kondo macht es uns ja vor und im Ansatz ähneln sich beide Methoden sehr.
Aber jeder von uns hat private Dinge, wie Briefe, Tagebücher, Fotos oder andere Andenken, mit denen unsere „Nachlassverwalter“ wahrscheinlich gar nichts anfangen können. Vielleicht sollten sie diese Dinge auch gar nicht erst zu lesen kriegen.

Margareta Magnusson hat auch hier eine Lösung parat. Sie hat all diese Dinge gründlich aussortiert und nur ihre wichtigsten Erinnerungsstücke in eine Box gelegt. Diese trägt die Aufschrift: „Bitte wegschmeißen“.
So ist alles kompakt an einem Platz und jeder weiß Bescheid.
Ob sich auch alle daran halten, ist natürlich eine andere Frage.

Wohin mit all den aussortierten Sachen?

Wenn man sich im Vorfeld bereits Gedanken macht, was man mit den aussortierten Sachen machen soll, fällt einem die Trennung oftmals leichter.
Natürlich kann man einige Dinge verkaufen.
Margareta Magnusson empfiehlt, möglichst viel Sachen zu verschenken. Wenn man sie nicht im eigenen Umfeld los wird, gibt es Kindergärten, Flüchtlinge, arme Menschen, wohltätige Organisationen, die sich über Spenden freuen. Tipps, wie ihr eure aussortierten Klamotten sinnvoll verschenken könnt, findet ihr zum Besipiel hier auf Utopia.

Meine eigenen Erfahrungen mit Death Cleaning

Ich habe am Wochenende meine Weihnachtsdekoration aussortiert. Dabei habe ich versucht, mir das, was ich nun von Death Cleaning schon weiß, anzuwenden.
Tatsächlich habe ich festgestellt, dass es mir die Entscheidungen wirklich leicht machte, wenn ich mir vor Augen geführt habe, ob sich meine Kinder über ein bestimmtes Teil noch freuen würden.
Zum Beispiel durfte die Spieluhr mit dem tanzenden Nikolaus in der Kiste bleiben – meine Jungs haben sie geliebt, als sie noch klein gewesen sind. Genauso die selbstgemachten Strohsterne, die all die Jahre überlebt haben.
Von anderen wunderhübschen Engelchen, Sternchen und Kerzenhalter konnte ich mich sehr leicht trennen.

Letztendlich bin ich mit dem Ergebnis meiner Arbeit sehr zufrieden gewesen, obwohl ich vielleicht noch zu inkonsequent gewesen bin.

 Wandel unseres Konsumverhaltens

Es ist schon paradox. Da stöbert man jahrelang voller Kauflust durch sämtliche Läden und verzehrt sich förmlich nach bestimmten Dingen. Und ein paar Jahre später fliegen sie im hohen Bogen auf den Müll (oder werden verkauft oder verschenkt)
Warum geben wir so viel Geld aus für Sachen, die uns letztendlich gar nicht wichtig sind, die uns nicht glücklich machen?
Sind da die Gene unserer Vorfahren dran schuld, die ihr Dasein als Jäger und Sammler fristeten oder die der Großeltern, die nach dem Krieg nichts mehr hatten?
Sind wir alle Opfer der Werbung mit ihren perfiden Marketingstrategien?
Ich glaube, wir müssen umdenken und unser Konsumverhalten ändern.
Wir müssen lernen, weniger zu konsumieren und lieber ein paar Euro mehr bezahlen, als uns Billigware nach Hause zu holen.

Fazit

Die Begriffe Döstädning oder Death Cleaning klingen vielleicht im ersten Moment etwas arg makaber. Aber ich denke, dass dieser Ansatz für uns Westler leichter nachvollziehbar sein könnte, als der von Marie Kondo. (Hineinspüren ob einem ein Gegenstand noch glücklich macht oder nicht)

Letztendlich bleibt uns nichts anderes übrig, als die Arbeit einfach anzugehen.

Übrigens erscheint das Buch von Margareta Magnusson „The Gentle Art of Swedish Death Cleaning: How to Free Yourself and Your Family from a Lifetime of Clutter” ab März auch auf Deutsch.

Würdet ihr dieses Buch kaufen? 7

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Alle Fotos: Death Cleaning oder Döstädning – Der neue Aufräum-Trend aus Schweden ©frau-sabienes.de
Text: Death Cleaning oder Döstädning – Der neue Aufräum-Trend aus Schweden ©frau-sabienes.de

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20 Kommentare

  1. Danke für die Vorstellung! Ich kannte weder den Begriff oder die Frau noch das Buch. Ich werde es nicht kaufen, weil ich bestens wegwerfen kann.

    Meiner Mutter war ich zutiefst dankbar, dass sie Jahre vor ihren Tod das Haus einmal komplett aufgeräumt hat samt Keller. Das Haus war in den Wohnräumen immer übersichtlich, aber 2 Kellerräume hätten es sonst in sich gehabt. Dennoch kam ein großer Container Müll dabei raus, obwohl ihr Partner seine komplette Wohnung aus dem Haus eingerichtet hat und meine Schwester und ich einiges genommen und noch mehr verschenkt haben. Ist schon krass, wie viel man besitzt. Den Gedanken, dass jemand nach meinem Tod etwas nicht sehen soll, hatte ich schon bei einer meiner Aufräumaktionen. Leichen sind schon entsorgt :).

    1. @Ines: Meine Oma fing plötzlich damit an, Dinge aus ihrem Hausstand zu verschenken, da hat sie wahrscheinlich noch gar nicht an ihren Tod gedacht. Als sie dann starb, stellten wir fest, dass dennoch alle ihre Schränke gerammelt voll mit Zeug gewesen sind, so dass wir uns fragen mussten, wo sie bloß die Geschenke an uns verstaut hat. Mich hat das sehr beeindruckt, dass jemand aus einfachen Verhältnissen, der 2 Weltkriege miterlebt hat und nach dem 2. Krieg mit nichts dastand, so viel Zeug hat ansammeln können! Und vor allen Dingen: warum? Aber das ist wohl das Brot der frühen Jahre.
      Es ist schon gut, wenn man die brisanten Dokumente mal entsorgt. Ich kenne einen Fall, bei dem die Witwe ihren verstorbenen Ehemann posthum verflucht hat. Aus Gründen.
      LG
      Sabienes

  2. Ich mache mir wenig Gedanken darüber, was meine Hinterbliebenen mit meinem Krempel anfangen. Irgendjemand wird es schon entsorgen, zur Not muss der Vermieter eine Entrümpelungs Firma bestellen. Das wird er gerne tun, hat er danach doch dann endlich die Wohnung zurück, die in seinen Augen durch meinen alten Mietvertrag seit Jahrzehnten nicht mehr lukrativ ist. 🙂 Win win Situation…

    Das Ausmisten mache ich nur für mich. Der ganze Kram nimmt mir die Luft und lässt die Energien nicht mehr fließen. Es ist allerdings mega anstrengend und geht nur langsam voran. Was gut klappt ist Sachen zu verschenken wenn jemand was davon möchte, und dass ich nichts Unnötiges mehr kaufe. Wirklich gar nichts, noch nicht mal die kleinste Kleinigkeit. Die Devise ist „Loswerden“ und ich freue mich über jedes Teil das ich loslassen kann.

    Ausmist- und Aufräumbücher… Gefühlt habe ich sie alle gelesen. Ich war in dem Moment auch jedes Mal schwer beeindruckt, zu tiefst motiviert, und hab keine Sekunde an der erfolgreichen Umsetzung gezweifelt. Bis es an die Praxis ging, und innerhalb kürzester Zeit die Luft raus und ich nur noch überfordert war. Es klappt einfach nicht z.B. nur Dinge zu behalten die man wirklich liebt, Klamotten zu entsorgen die man 2 Jahre nicht mehr getragen hat, Fotos zu digitalisieren und mit der Papiervariante den Müll zu füttern, oder gar an seine Nachfahren zu denken.

    Einigen mag das eine Hilfe sein, ich muss das anders hinkriegen, in meinem Tempo, ohne Druck, ohne Vorgaben. Ein weiteres Buch würde mich wohl auch nicht weiter bringen. Zumal sich die Methoden oft ähneln.

    LG Sabine

    1. @Teamworkart: Aufräumbücher sind gut und schön und können einen auch ein bisschen motivieren. Aber letztendlich verhält es sich mit ihnen so, wie mit Büchern über Software. Schrank-Ware hat die mal ein Dozent genannt – weil sie nur im Schrank rumstehen, aber man allein durch den Besitz noch kein bisschen schlauer geworden ist. Und Aufräumbücher räumen auch nicht für einen auf.
      Ich werde mir dieses Buch im Sinne des Minimalismus nicht zulegen, denn ich meine, das Prinzip verstanden zu haben.
      LG
      Sabienes

      1. Ach ja, du bist ja auch beim Minimalismus unterwegs…:-) Die Gruppe hat mich übrigens auch motiviert, und gut ist auch, dass man sich da nicht immer so als Alleinversager vorkommt…

        Ja, mein 2017 war echt hart, aber ich hab ne Menge gelernt, und einige Dinge haben sich schon vorher abgezeichnet, auch wenn ich es nicht so wahr haben wollte. Nachher ist man ja bekanntlich immer schlauer. Das hatte auch alles mehr oder weniger mit ausmisten zu tun, auf der ganzen Linie eben. Im Außen zeigt sich ja auch irgendwie der innere Zustand. Und von Zeit zu Zeit ist es einfach nicht nur gut sich von Dingen zu trennen, sondern sich zu fragen, ob das alles noch stimmt was man so macht, oder eben nicht macht. Und wo und mit wem ist auch wichtig. Ich hab also kräftig ausgemistet bis in die letzte persönliche Ecke… Das ist mir komischer Weise fast leichter gefallen als mich von der Hälfte meines Geschirrs zu trennen… Schon komisch, aber ich hab auch gelernt, dass man nicht alles verstehen muss 🙂

        1. @Teamworkart: Das hört sich nach Schmerz an. Ich drück dich mal und wünsche dir ein glückliches und aufgeräumtes 2018!
          LG
          Sabienes

  3. Hui was für ein Thema- makaber, irgendwie schon ja. Aber doch nicht zu verkehrt!
    Ich habe noch Erinnerungsstücke meiner Uroma und Oma und die werde ich nicht wegwerfen. Allerdings fällt es mir mittlerweile leicht mich von nicht so persönlichen Dinge zu trennen.
    Liebe Grüße!

    1. @Shadownlight: Makaber wäre es vielleicht nur, wenn es nicht das eigene Ableben betreffen würde. Makaber fände ich es aber schon, solche Maßnahmen mit meinen Kindern zu besprechen.
      Ich habe bislang nur ganz wenige Dinge von meiner Oma und noch weniger von meinem Vater aufgehoben. Diese Menschen leben in meinem Herzen weiter.
      LG
      Sabienes

  4. Oha, ein wirklich schwieriges Thema.
    Mein Mann und ich sind Mitte 30 und ohne Kinder, da ist die Vorstellung für den nahenden Tod auszumisten (für nicht vorhandene Nachkommen) noch nicht sehr motivierend – auch wenn ich den Hintergrundgedanken wirklich gut finde.

    Mit Marie Kondos Prinzip haben wir nach der Zusammenlegung zweier Haushalte begonnen, nachdem wir in der Eile nur alles irgendwie untergebracht hatten. Das war befreiend! Auch wenn ich immer noch denke, im Übereifer habe ich es zu gut gemeint… und kurz danach wieder diverse „Stehrumchen“ angeschleppt habe, damit es nicht so leer aussieht. Ein Teufelskreis 😉
    da hat es ganz offensichtlich noch nicht „Klick“ gemacht, aber wir arbeiten dran. Vor allem meinem Mann war das Ganze zu gefühlsduselig, wie er sagte.

    Generell denke ich aber, es ist nie verkehrt, für den Fall der Fälle vorzusorgen und so den Angehörigen Entscheidungen zu erleichtern. Wenn ich dran denke, wie sich meine Eltern gequält haben, die Wohnung meines Opas leerzuräumen…

    Nachdenkliche Grüße,
    Vanessa

    1. @Vanessa: Marie Kondo ist schon ein bisschen „gefühlsduselig“, damit kann nicht jeder was anfangen 😉 Mein Mann fand das ziemlich albern, als ich damit meinen Kleiderschrank ausgemistet habe. Ich habe aber bislang noch keines der weggeschmissenen Klamotten vermisst. Aber mir war das dann auch ein bisschen zu leer und habe ziemlich nachgekauft … Ist ja auch nicht so im Sinne des Erfinders.
      Man sollte nicht für die Nachkommen ausmisten, sondern für sich selbst. Ich denke, für diese Schwedin war der Tod gerade ein großes Thema gewesen, weil sie den Nachlass ihres Mannes verwalten musste.
      LG
      Sabienes

  5. Fantastisch. Ich bin dabei. Habe schon bei meinem Umzug nach Österreich vieles hinter mir gelassen. Aber in meinem „Elternhaus“ ist auch noch sehr viel zum Ausmisten!

    Liebe Grüße
    Ella

  6. Ausmisten finde ich gut. Wenn es mich überkommt, brauche ich kein Buch dafür. Ich überlege auch nicht, was meine Hinterbliebenen eventuell nicht mehr gebrauchen könnten, sondern was ich (oder mein Mann) JETZT nicht mehr gebrauchen. Viel Schnickschnack habe in in den letzten Jahren erst gar nicht gekauft. Trotzdem hat man immer noch genug überflüssiges Zeugs.

    Liebe Grüße Sabine

  7. Also, ich denke zwar oft über den Tod nach, aber in Bezug zu Aufräumen hab ich ihn noch nicht gesetzt. Aber die Autorin des Buches hat sehr recht. Wir haben so viel Tinnef und Zeugs, das braucht man alles gar nicht. Wenn ich sehe, dass so „Tinneff-Ketten“ wie Depot oder Nanunana oder wie sie alle heißen jetzt jedes Jahr neue Kollektionen zu Weihnachten-Ostern-Sommeranfang-Halloween usw. rausbringen und mir überlege, was da teilweise an Umweltschweinereien verkauft werden…….
    Meine Eltern hatten lange immer die gleichen Dinge und wenn z. B. eine Tischdecke verschlissen war, ging Mutter in ein gutes Fachgeschäft und kaufte eine, die zwar teuerer war, aber die sie dann auch wieder 20 Jahre benutzt hat.
    Und als meine Eltern schon sehr alt waren, kauften sie kaum noch etwas, mein Vater sagte in weiser Vorraussicht: Das landet eh alles auf dem Sperrmüll……womit er recht hatte. Bis auf eine wunderbare 50er Jahre Musiktruhe habe ich kein Möbelstück behalten.
    Und es stimmt schon, jeder könnte morgen schon sterben. Also werde ich morgen früh gleich mal den Badezimmerschrank aufräumen! Gruß von Sabine HB

    1. @Sabine HB: Nix gegen Depot! Der ist mir heilig!!! 🙂
      Spaß beiseite. Ich weiß, was du meinst. Die lassen sich immer wieder was Neues einfallen und drapieren alles so schön, dass man zum Kaufen automatisch verleitet wird. Das ist schon gefährlich, oder?
      So eine alte Musiktruhe ist schon was Feines! Funktioniert sie denn noch?
      LG
      Sabienes

      1. Ja, tut sie. Ich hab sogar noch ein paar uralte Schallplatten, „Die Caprifischer“,
        „Das alte Försterhaus“ und so. Aber ich hab einen winzige moderne Anlage draufstehen, mit Spitzendeckchen vom Flohmarkt und 2 Sammeltassen. Meine Kinder finden das super und „voll Vintage“😉

        1. @Sabine HB: Die Caprifischer! Meine Eltern hatten Singles mit solchen Liedern und alle weggeschmissen. Heute wären solche Scheiben ein Vermögen wert. Sie haben die Platten nicht aus irgendwelchen Minimalismus-Ambitionen entsorgt, sondern weil die Musik nicht mehr „modern“ genug war.
          LG
          Sabienes

  8. Seit ich den restlichen Hausstand meiner Großmutter aufgelöst habe, seit ich danach mit aufmerksameren Augen sah, wie mit den dinglichen Nachlässen anderer Verstorbener umgegangen wurde, ertappe ich mich auch immer öfter bei dem Gedanken, dass eine aufgeräumte, reduzierte „Übergabe“ im Falle eines Falles eine tolle Sache wäre.
    Auch ich besitze noch Dinge, die meiner Oma gehörten, von denen ich mich aus sentimentalen Gründen nicht trennen kann, sie aber auch nicht benutze. Ich sage nur: Sammeltassen. Nun, den nächsten Generation wird es leichter fallen, sich davon zu verabschieden.
    Und so schwanke ich zwischen Vernunft und Herzbeben. 😉
    Ich hatte mal mit einem Tu-es-Day angefangen. Sichten und ausmisten eines Schrankfaches oder einer Schublade an einem Dienstag. Vielleicht sollte ich die Idee wieder aufgreifen und hoffen, dass ich noch viele Dienstage vor mir habe.

    1. @Tonari: Sammeltassen! Davon habe ich 2 und ich weiß gar nicht, wo die sind. Dachboden? Dort lagern auch 2 komplette Koffer mit Silberbesteck und warten auf meine Erben …
      Ein Tu-es-Day wäre ja gar nicht so schlecht. Ich muss mal drüber nachdenken …
      LG
      Sabienes

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