Kategorie: Medien

Digitales Erbe – Unser virtuelles Leben nach dem Tod

Grabkreuze und ein digitales erbe
Digitales Erbe

Vor einiger Zeit suchte ich auf Linkedin nach einem entfernten Verwandten.
Ich fand auch eine Person mit dem entsprechenden Namen, Lebenslauf und Ausbildung erschienen mir plausibel und beim Profilfoto entdeckte ich sogar eine gewisse Familienähnlichkeit. Angespornt durch meinen Fahndungserfolg suchte ich ihn noch auf Google und dachte, mich trifft der Schlag: Unter den ersten Ergebnissen stand dort seine Todesanzeige!
Dieser Mann ist also seit einem halben Jahr tot, lebt aber noch auf einem sozialen Netzwerk weiter …  ... hier gehts weiter

Was trägt Frau von Welt beim Fototermin?

fototermin
Was trägt man da?

Vor einiger Zeit wurde ich von der Zeitschrift GEO zum Thema „Schlafprobleme in den Wechseljahren“ interviewt. Und natürlich brauchten die dann auch ein Foto von mir und NATÜRLICH ein Profibild von einem Profifotografen. Und deswegen hatte ich am Montag einen Fototermin und weil ich sowas noch nie erlebt habe, war das ziemlich aufregend für mich.

Vorbereitungen

Die Fotografen hatten sich für den Abend angekündigt, weil die Fotos passend zum Thema in der Dämmerung oder in der Nacht gemacht werden sollten. Ich machte mir natürlich Gedanken, wo diese Session stattfinden sollte. Auf dem Ledersofa im Wohnzimmer? Oder gar im Schlafzimmer?
Vorsichtshalber habe ich kurzerhand unser Haus, unsere Heimstatt, in dem 2 hart arbeitende Erwachsene und 2 halb ausgezogene junge Leute so richtig leben und wohnen, in ein klinisch perfekt aufgeräumtes spießiges Heim verwandelt.
Zusätzlich habe ich sogar einen Kuchen gebacken, was ich sonst nie tue. Denn irgendwie müssen wir uns ja die Zeit vertreiben, bis es dunkel ist.
Langeweile und so.
Dachte ich. Aber es kam ganz anders. ... hier gehts weiter

Pirelli Kalender 2016 von Annie Leibovitz fotografiert

pirelli kalender
Räkeln für den Pirelli Kalender

Der Jahreskalender des Reifenherstellers Pirelli ist seit 50 Jahren eine Legende. Auf seinen Kalenderblättern räkeln sich spärlich bekleidete, kurvenreiche Frauen, oft neben auf Hochglanz polierten Automobilien. Dafür werden Jahr für Jahr die aktuell anerkanntesten Schönheiten und Sexbomben gecastet. Von Naomi Campell bis Sophia Loren wurden hier schon etliche Frauen auf ihre elementaren Geschlechtsmerkmale reduziert, nämlich Arsch und Titten. Der Pirelli-Kalender, oder „The Cal“, liefert feuchte Automechaniker-Träume auf Hochglanzpapier gedruckt.
Und nun hat die Unternehmensleitung die US-amerikanische Starfotografin Annie Leibovitz engagiert und alles ist anders. ... hier gehts weiter

Frauenpower in Panem – Katniss Everdeen als Feministin?

frauenpower
Frauenpower: Sind die „Tribute von Panem“ emanzipatorisch?

Eigentlich war die Romantrilogie „Tribute von Panem“ als Jugendbuch angedacht gewesen, aber tatsächlich ist aus der Romanvorlage von Suzanne Collins eine actiongeladene Filmreihe entstanden. Es würde zu weit führen, wenn ich an dieser Stelle die Handlung dieser Dystopie erklären würde. Falls ihr wirklich nicht wisst, worum es hier geht, lest bitte den entsprechenden Artikel auf Wikipedia.
I
ch bin von Anfang an ein Fan der Bücher gewesen und war komplett überrascht, dass die Geschichte rund um die Bogenschützen Katniss Everdeen und Gale Hawthorne, sowie dem Bäckersohn Peeta Mellark, die sich im Kampf um die von Präsident Snow betriebenen, menschenverachtende Diktatur befinden, von den Männern so gar nicht so gut angenommen wurde. ... hier gehts weiter

Sexismus in der Werbung und die neue Müllermilch

sexismus in der werbung
Wo fängt Sexismus an?

Das war dieser Tage einmal wieder ein gefundenes Fressen für alle Feministen und Kämpfer für die Unterdrückten aller Art, wobei ich wirklich nichts gegen Feministen und Kämpfer für Unterdrückten aller Art habe, ganz im Gegenteil. Das muss ich mal betonen, ich selber kämpfe auch für Feministen und Unterdrückte und freue mich, wenn jemand für mich kämpft, sofern es nötig sei.
Aber ich mag keine Shitstorms, bei denen die sprichwörtliche Sau durchs Dorf getrieben wird, um ein flammendes Mahnmal zu setzen, zum Beispiel gegen Sexismus. Und wenn man den Rassismus auch noch mit reinpacken kann, umso besser. Denn Morgen erinnert sich sowieso keiner mehr an diese Aktion und man kann seinen Alltag gemütlich weiter gestalten, mit ein paar Zoten und ein paar blöden Bemerkungen über Frauen oder Fremde (wobei beides manchmal auf’s selbe rauskommt).
Grund dieser momentanen Gerechtigkeits-Hysterie ist ausgerechnet die Firma Müllermilch aus dem schönen Fischach-Aretsried bei Augsburg, die zur Weihnachtszeit ihre Milchdrinks mit Pinup Girls gestaltet hat, welche comme il faut äußerst freizügig gekleidet sind. Eine von den Damen, nämlich die auf der Flasche mit der Geschmacksrichtung Schoko, ist – man glaubt es kaum – schwarz.
Also mit negroiden Zügen.
Also stark pigmentiert.
Anscheinend tragen die Mädels auf den Flaschen alle verschiedene Namen und so heißt die Schokomilch-Frau ziemlich stereotyp „Sharon Sheila Schoko“. Ich weiß leider nicht, wie die anderen Namen lauten, vielleicht ist auch eine „Dolce Banana“ darunter oder eine „Cherry Lady“. Menschen, die in der Lage sind, ein solches Design zu entwerfen, traut man ja alles zu.
Übrigens könnt ihr hier auf der Firmenseite von Müllermilch eine Abbildung sehen. ... hier gehts weiter

Die Frauen der Oligarchen – Emanzipation in Russland

frauen der oligarchen
Skulptur in Sankt Petersburg

Als ich im letzten Jahr ein paar Tage in Sankt Petersburg gewesen bin, fielen mir die jungen, hübschen Frauen auf, die dort die Prachtstraßen entlang stolzierten. Die Quote von teueren Smartphones und Prada-Taschen und Botox und Silikon war relativ hoch, bzw. höher als ich es in der Russischen Föderation erwartet hätte. Meistens befanden diese Mädels in Begleitung eines Mannes mit dem unverkennbaren Charme und Habitus eines Schweinezüchters.
Irgendwie unpassend!
Aber ich komme ja vom Land und die Geschichten von betuchten russischen Oligarchen und ihren schönen Begleitungen hielt ich für eine Art Mythos.
Von wegen! ... hier gehts weiter