Partnerbörsen – Eine Chance für die Liebe?

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Partnerbörsen – Eine Chance für die Liebe?

Wenn ich etwas in den letzten 50 Jahren gelernt habe: Freunde findet man am besten und einfachsten in jungen Jahren und das gilt leider auch in der Liebe. Denn die meisten Menschen treffen auf ihren Lebens- oder Liebespartner zwischen dem 15. und dem 30. Lebensjahr.
Aber irgendwann ist die Schul- und Studienzeit samt der ganzen Cliquenwirtschaft vorbei, man zieht an verschiedene Orte, lebt sich auseinander, ist mit der Karriere und der Familiengründung beschäftigt. Doch gerade heutzutage stehen viele Männer und Frauen in den besten Jahren wieder vor dem Liebes-Aus und befinden sich auf der Suche nach einem neuen Partner. Dabei stellen sie fest, dass es ab 40 gar nicht mehr so einfach ist, passende Gleichgesinnte kennenzulernen und viele begeben sich irgendwann vertrauensvoll in die Hände einer Partnervermittlung im Internet.

Partnerbörsen

Es gibt wohl mehr als 20 Partnerbörsen im Internet, manche sind kostenlos, andere lassen sich ihren Service mit einem Monatsbeitrag zwischen 10 bis 40 Euro und mehr bezahlen. Der Markt ist inzwischen hart umkämpft, man wirbt mit einem Datenbestand von Singles mit Akademiker-Niveau oder mit der markigen Aussage, dass sich alle 11 Minuten ein Single über diese bestimmte Agentur verliebt. (Das diese Behauptung nicht nur in der Konsequenz unlogisch ist, sondern auch eine „Unstatistik“, rechneten die klugen Köpfe von scienceblogs.de nach.)
Ansonsten arbeiten alle nach ganz ähnlichen Parametern: Der Kunde füllt sein Profil aus und ein Computerprogramm gleicht dies mit den Profilen aus der Datenbank ab. Laut Stiftung Warentest gibt es in diesem Spektrum lediglich Unterschiede bei der Datensicherheit und den kleingedruckten Vertragsklauseln – wie überall. Ich würde mir auf jeden vor einem Vertragsabschluss die Laufzeit und die Kündigungsbedingungen anschauen. Denn es wird bestimmt Probleme geben, wenn man seiner großen Liebe erklären muss, warum man immer noch Gebühren an eine Partnervermittlung bezahlt.
Eine sehr gute Übersicht über den Partnerbörsen-Dschungel mit Preisen und Testergebnissen findet ihr übrigens auf Netzsieger.de.

Eine Chance für die Liebe?

Sind Partnerbörsen wirklich eine Chance für die Liebe? Laut einer Statistik trennen sich Paare, die sich über ein solches Portal gefunden haben, häufiger, als andere Paare. Das mag aber auch an anderen Faktoren liegen. Aber worauf sollte man bei Partnerbörsen und den daraus vermittelten Dates achten?
Ehrlich gesagt: Ich habe davon keine Ahnung. Aber ich habe ein paar Freundinnen befragt und einige Ratgeber in den Medien gelesen:

  • Sucht euch eine seriöse Partnerbörse, die zum Beispiel auch eine Ausweiskopie sehen will
  • Man sollte bei der Profilerstellung nicht mogeln. Und wenn, dann nur ein bisschen.
  • Verwendet eine Emailadresse von einem kostenlosen Anbieter, wie web.de oder gmx.de, die ihr auch wieder löschen könnt, wenn euch jemand zu nahe tritt
  • Auch ein billiges Prepaid-Handy wäre eine gute Idee für das Online-Dating
  • Gebt niemals eure Festnetznummer heraus!
  • Denkt daran, dass eure neuen Kontakte beim Profil ein bisschen mehr gemogelt haben könnten, als ihr.
  • Wenn euch etwas seltsam an dem Kontakt vorkommt, dann Finger weg!
  • Typen, die behaupten, dass sie „noch nicht“ geschieden sind und mit ihrem Ehepartner „wie Geschwister“ zusammen wohnen, sind die allerletzte Schublade.
  • Vor dem ersten Date erst mal telefonieren
  • Trefft euch beim ersten Mal niemals in einer Privatwohnung. Auch ein großangelegtes Abendessen sollte man sich für ein nächste Treffen aufheben. Ideal ist ein Cafébesuch, den man noch mit einem Spaziergang verbinden könnte.
  • Sagt klipp und klar, wenn ihr keine weiteren Treffen mehr wünscht. Und seid nicht enttäuscht, wenn euer Gegenüber dies von sich gibt.

Wie man sieht, sind Partnerbörsen und Online-Dating eine spannende Angelegenheit und eine gute Möglichkeit, um in den besten Jahren einen Partner zu finden.
Wenn ihr gerade einen solchen Dienst in Anspruch nehmt, dann wünsche ich euch viel Erfolg und natürlich die ganz, ganz große Liebe!

Foto: Partnerbörsen – Eine Chance für die Liebe? ©frau-sabienes.de
Text: Partnerbörsen – Eine Chance für die Liebe? ©frau-sabienes.de

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6 Kommentare

  1. Au fein, heute kann ich wieder lesen, ohne dass alles abstürzt!
    Freunde in jungen Jahren finden, stimmt, später sind es dann wohl mehr nur sehr gute Bekannte.
    Meinen „Mann für’s Leben“ lernte ich mit 16 Jahren kennen (er war 18); in unserem Fall das richtige Alter, man formt sich gegenseitig. Verlobt und geheiratet wurde erst nach vielen Jahren und was soll ich sagen? Inzwischen kennen wir uns schon
    58 Jahre und sind davon 53 verheiratet.
    Liebe Grüße und ein gemütliches WE wünscht
    INGRID

    1. @Ingrid: Erstmal: Ganz herzlichen Glückwunsch zu eurer langen Ehe! Das ist heute ja nicht mehr selbstverständlich.
      Bei meinem Mann und mir war es ganz ähnlich. Wir haben uns kennengelernt, als wir beide 17 waren. Aber verliebt haben wir uns erst 8 Jahre später ineinander. Dazwischen lag eine Sturm- und Drangzeit, die wir ganz unabhängig voneinander erlebt haben und die uns auch wichtig gewesen ist.
      LG
      Sabienes

  2. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man selbst viel zu hohe Ansprüche an die Perfektion der vorgeschlagenen Kandidaten stellt und sie deshalb oft erst gar nicht trifft, was man im echten Leben, wo einem Menschen irgendwie über den Weg laufen, anders handhabt.. Da ist man wesentlich toleranter und sortiert die Leute nicht gleich aus, wenn ein Detail nicht ins Wunschbild passt, da man sofort einen Gesamteindruck bekommt, der über Details hinwegsehen lässt. Ich habe auch eine zeit lang im Internet gesucht und dabei viele nette Treffen gehabt, aber die große Liebe war nicht dabei. Allerdings haben sich einige neht nette Freundschaften aus der Zeit ergeben. Man lernt auch sehr schnell, die Spreu vom Weizen zu trennen und mir ist es wirklich nur einmal passiert, dass ich, als ich mein Date auf der verabredeten Bank sitzten sah, mich nicht zu erkennen gegeben habe und abgehauen bin.
    Noch moderner als diese Internetbörsen sind irgendwelche Apps, die die Leute zusammenmixen. Hier ist mein Sohn z.B. vor einem Jahr auf sehr nette Weise fündig geworden und was als Jux begann, lebt nun in einer gemeinsamen Wohnung. Insgesamt sehe ich all diese virtuellen Möglichkeiten einfach als erweitertes Podium um Leute zu entdecken. Insofern haben sie ihre Daseinsberechtigung, wenn man wirklich ehrlich damit umgeht.
    LG iris

    1. @Iris: Meinst du wirklich, dass diese hohen Ansprüche mit der Art und Weise zusammenhängen, mit der man sich kennenlernt? Ist es nicht eher so, dass man, wenn man älter ist, unabhängig und schon eine lange Beziehung hinter sich hat, einfach gar nicht einsieht, warum man Kompromisse machen sollte?
      LG
      Sabienes

      1. Ich denke mal, es hat sowohl mit dem fortgeschrittenen Alter als auch mit der Art des Aussuchens eines möglichen Partners zu tun. Das, was du über Kompromisse schreibst, stimmt. Es stimmt aber umso mehr, je mehr ich das Gefühl vermittelt bekomme, dass ich mir den idealen Partner aussuchen kann. Wenn ich z.B. ein Auto selbst konfigurieren darf, gehe ich auch weniger kompromisse ein, als wenn mir jemand ein fertiges Auto vor die Tür stellt, das ich dann so nehme, wie es ist. Und wenn ich im realen Leben jemanden kennen lerne, dann messe ich ihn nicht so sehr an einem starren Ideal, das ich mir beim Aussuchen im Netz mache, denn er kann mich vielleicht durch andere Dinge überzeugen.
        LG Iris

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