Schlagwort: Roman

Fortunas Tochter – Ein schöner Frauenroman von Isabel Allende [Werbung]

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Fortunas Tochter von Isabel Allende

Valparaiso, Chile im Jahr 1832. Der Leiter der englischen Handelsniederlassung, Jeremy Sommers führt mit seiner Schwester Rose ein recht behagliches Leben im Kreise der besseren Gesellschaft der Stadt. Als vor ihrer gemeinsamen Villa ein Findelkind aufgefunden wird, nimmt sich die exzentrische Rose seiner an Kindes statt an und gibt ihr den Namen Eliza. Sie lässt das Mädchen alles lernen, was zu der damaligen Zeit eine Gesellschaftsdame hat wissen müssen. Denn ihr Ziel ist es, sie trotz ihrer unbekannten Herkunft einmal angemessen zu verheiraten.
Doch das ungestüme Mädel verliebt sich ganz unsterblich in Joaquín Andieta, einem Angestellten der Handelsniederlassung aus armen Verhältnissen. Joaquín will sein Glück als Goldschürfer in Kalifornien machen. Als Eliza merkt, dass sie schwanger ist, ist ihr Liebster bereits weit auf dem Meer. ... hier gehts weiter

Sleeping Beauties von Owen und Stephen King [Rezension]

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Sleeping Beauties oder: Stephen und Owen King als Schlafmittel

In Dooling, einer Kleinstadt in den Apalachen werden alle Frauen, ob jung oder alt, Opfer einer seltsamen Schlafkrankheit. Denn sobald sie einschlafen, wird ihr Körper von einem insektenähnlichen Kokon umsponnen. Versucht man, sie von dem Kokon zu befreien, wachen sie auf und reagieren mit einer unglaublichen Aggression.
Aber nicht nur Dooling ist betroffen, die sogenannte Aurora-Seuche breitet sich weltweit aus.
Nur eine gewisse Evie Black, die sich im Zusammenhang mit einer Bluttat im Frauengefängnis von Dooling befindet, ist anscheinend immun. Dafür kann sie mit Hilfe von Telepathie mit Menschen und Tieren (besonders mit Motten und Ratten) kommunizieren.
Während der Gefängnispsychologe Clint Norcross versucht, diesem Phänomen auf die Spur zu kommen, strengt sich seine Frau Lila gehörig an, als Polizeichefin in der Stadt die Ordnung aufrechtzuhalten.
Denn schon formiert sich unter den Männern ein Mob. Manche machen sich einen Spaß daraus, die „Kokon-Tussen“ anzuzünden, andere wollen die geheimnisvolle Evie in ihre Gewalt bekommen.
Was keiner der Männer ahnt ist der Umstand, dass die schlafenden Frauen längst in einer Parallelwelt leben und dort ganz gut zurecht kommen.  ... hier gehts weiter

1001 Date: Ein Roman von Yvonne de Bark [Rezension]

1001 Date
1001 Date oder: Wie sich eine erwachsene Frau durch die Datingportale vögelt

Nachdem die attraktive, nicht mehr ganz so junge Bea ihren Zahnarzt-Ehemann erfolgreich an eine andere Frau verscherbelt hat, kann sie dank der monatlichen Unterhaltszahlungen ihr Leben in vollen Zügen genießen.
Was ihr aber fehlt ist ein neuer Mann, den sie lieben kann und der auch sie liebt.
Ihr Plan: 1000 Männer daten, denn da wird wohl der richtige dabei sein! Und sogleich trifft sie auf den gutaussehenden und charmanten Erik.
Aber leider ist dieses Alphamännchen in ganz festen Händen. ... hier gehts weiter

Das Unbehagen der Elsa Brandt – Eine Rezension

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Ein Roman von Bettina Steinbauer

Elsa Brandt, eine Schriftstellerin mit chronischer Schreibhemmung ist Anfang 40, attraktiv, Single und von einer Intelligenz, die fast weh tut. Als pathologische Zynikerin stellt sie alles Gute und alles Schlechte wegen der ewigen Vergänglichkeit in Frage:

Was macht den Sinn aus, wenn ich ihn am Ende abgeben muss?“

Ihre Freizeitbeschäftigung ist ziemlich skurril. Sie fährt absichtlich in einen Stau auf die Autobahn und spricht dort fremde Männer in den Autos auf der Nachbarspur an. Diese werden dann nach einer Tasse Kaffee im nächsten Rasthaus ziemlich deutlich abserviert, denn alles und jedermann erscheint ihr nur aufs Äußerste banal.
Sie hat andererseits ein gutes Herz und kümmert sich um Ottilie, ihre halbdemente Nachbarin und Gottfried, eine verkrachte Existenz ohne Obdach. Nach einem Zusammenbruch (Autobahn, Stau, Mann, Unfall, Nervenklinik) packt sie die beiden kurzerhand in ihr Auto und fährt mit ihnen nach Amrum.
Dort lernt sie Justus kennen. Der Mediziner ist ebenso hochintelligent wie Elsa und ihr intellektuell gewachsen, verfügt aber über eine gesündere Lebenseinstellung. Und scheint an ihr interessiert.
Aber Elsa Brandt ist eine wirklich harte Nuss. ... hier gehts weiter

Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker von Renate Bergmann

ich bin nicht süß
Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker von Renate Bergmann

Die rüstige Rentnerin Renate Bergmann, 82 erfreut sich bester körperlicher und geistiger Gesundheit, was man von ihren 4 Ehemännern, die auf verschiedenen Friedhöfen in Berlin begraben liegen, nicht sagen kann. Nachdem sie von ihrem Neffen so ein Telefon mit einer angebissenen Tomate hinten drauf bekommen hat, ist sie fleißig im „Internetz“ unterwegs: sie twittert, sie „fassbuckt“ und sie „kugelt“. Dabei hat die wehrhafte Lady gar nicht so viel Zeit, denn ihr Leben folgt einem strikten Terminplan: die Gräber ihrer Männer versorgen („ihnen mal die Haare kämmen“), mit Ilse und Kurt auf Schnäppchenjagd in die umliegenden Supermärkte fahren und mit Getrud fremde Beerdigungen besuchen, wobei sie immer einen Vorrat an Tupperschüsseln dabei haben, um das Buffet abzuräumen.
Ansonsten beobachtet sie mit sehr viel Lebensklugheit und Humor ihre Umgebung und vor allen Dingen: Sie hält ihre Geldbörse zu! ... hier gehts weiter

Frau Schick räumt auf von Ellen Jacobi

frau schick
Frau Schick räumt auf von Ellen Jacobi

Eigentlich will die resolute Unternehmerswitwe Frau Schick (genauer Frau Schick-Freifrau von und zu Todden) den Jakobsweg gehen, um sich über ein paar wichtige Dinge klar zu werden. Aber die anderen Kameraden ihrer Wandergruppe nerven sie ohne Ende und ihrem Aufpasser und Chauffeur, der besserwisserischen Eckehard Herberger, kann sie nicht trauen.
Die Dolmetscherin Nelly träumt von einem Leben an der Seite des heißblütigen Spaniers Javier, doch dieser lässt sie im Wald bei Bilbao ohne Gepäck zurück. Nur gut, dass sie von Frau Schick gerettet wird und fortan den Jakobsweg mitwandern kann.
Der lange Camino hat einen besonderen Einfluss auf all die vielen Pilger, die ihn gehen. Und am Ziel in Santiago de Compostela ist auch dieses bunte Grüppchen zusammengewachsen.
Und letztendlich aufgeräumt. ... hier gehts weiter