# METOO – Wenn Sex zu einem Machtinstrument verkommt

# METOO – Wenn Sex zu einem Machtinstrument verkommt
metoo weinstein-skandal

#METOO und warum Sex kein Machtinstrument sein darf

Als ich im Oktober das erste Mal etwas über den Weinstein-Skandal und dem Hashtag METOO gehört habe, war ich über dessen Ausmaße sehr entsetzt und zugleich empört. Und es fällt mir immernoch schwer, einen Artikel über dieses vielschichtige Thema zu schreiben, ohne ausfallend zu werden.
Aber ich versuche es trotzdem einmal.

Der Weinstein-Skandal und #METOO

Der Hollywoodproduzent Harvey Weinstein hatte es wohl jahrelang mit dem Prinzip der „Besetzungscouch“ „übertrieben“. Und so wurden ab Mitte Oktober 2017 erstmals Vorwürfe gegen ihn wegen mehrfacher sexueller Nötigungen laut. Die Schauspielerin Alyssa Milano rief dabei über Twitter Frauen auf, sich unter dem Hashtag Metoo gegen Weinstein zu versammeln. Dabei gaben bekannte Stars wie Rosanna Arquette, Kate Beckinsale, Gwyneth Paltrow, Salma Hayek, Daryl Hannah und viele viele andere an, von dem Miramax-Gründer auf übelste Weise angegrapscht worden zu sein.
Im Laufe der Debatte zeigte sich, dass nicht nur Frauen Opfer von sexueller Nötigung sein können. Auch der berühmte Schauspieler Kevin Spacey wurde von einem jungen Kollegen wegen einem äußerst unangemessenen Verhalten beschuldigt.
Und in Deutschland kann sich nun wahrscheinlich auch Regisseur Dieter Wedel in die Riege der schwanzgesteuerten Ekelpakete einreihen. Zumindest bleibt ihm dieser Vorwurf von mehreren Kolleginnen nicht erspart. ... hier gehts weiter

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1001 Date: Ein Roman von Yvonne de Bark [Rezension]

1001 Date: Ein Roman von Yvonne de Bark [Rezension]

Zuletzt bearbeitet am 18. Oktober 2018

1001 Date

1001 Date oder: Wie sich eine erwachsene Frau durch die Datingportale vögelt

Nachdem die attraktive, nicht mehr ganz so junge Bea ihren Zahnarzt-Ehemann erfolgreich an eine andere Frau verscherbelt hat, kann sie dank der monatlichen Unterhaltszahlungen ihr Leben in vollen Zügen genießen.
Was ihr aber fehlt ist ein neuer Mann, den sie lieben kann und der auch sie liebt.
Ihr Plan: 1000 Männer daten, denn da wird wohl der richtige dabei sein! Und sogleich trifft sie auf den gutaussehenden und charmanten Erik.
Aber leider ist dieses Alphamännchen in ganz festen Händen. ... hier gehts weiter

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Nein heißt Nein! Für eine Reform des Sexualstrafrechts

Nein heißt Nein! Für eine Reform des Sexualstrafrechts
nein heißt nein

Nein!

Ich habe es in meinem Artikel über die Vorfälle in der Silvesternacht bereits angesprochen: Die wenigsten Vergewaltigungen werden in Deutschland angezeigt. Und diesmal habe ich sogar konkrete Zahlen für diese Behauptung (mit Quelle):

Jede 7. Frau erlebt in Deutschland mindestens einmal schwere sexuelle Gewalt. Davon werden etwa 5% – 15% angzeigt, aber nur 8,4% der Täter werden verurteilt.

Wenn man sich dann noch vor Augen führt, wie gering stellenweise das Strafmaß ausfällt, klingt das wie ein Hohn. ... hier gehts weiter

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Sexismus in der Werbung und die neue Müllermilch

Sexismus in der Werbung und die neue Müllermilch
sexismus in der werbung

Wo fängt Sexismus an?

Das war dieser Tage einmal wieder ein gefundenes Fressen für alle Feministen und Kämpfer für die Unterdrückten aller Art, wobei ich wirklich nichts gegen Feministen und Kämpfer für Unterdrückten aller Art habe, ganz im Gegenteil. Das muss ich mal betonen, ich selber kämpfe auch für Feministen und Unterdrückte und freue mich, wenn jemand für mich kämpft, sofern es nötig sei.
Aber ich mag keine Shitstorms, bei denen die sprichwörtliche Sau durchs Dorf getrieben wird, um ein flammendes Mahnmal zu setzen, zum Beispiel gegen Sexismus. Und wenn man den Rassismus auch noch mit reinpacken kann, umso besser. Denn Morgen erinnert sich sowieso keiner mehr an diese Aktion und man kann seinen Alltag gemütlich weiter gestalten, mit ein paar Zoten und ein paar blöden Bemerkungen über Frauen oder Fremde (wobei beides manchmal auf’s selbe rauskommt).
Grund dieser momentanen Gerechtigkeits-Hysterie ist ausgerechnet die Firma Müllermilch aus dem schönen Fischach-Aretsried bei Augsburg, die zur Weihnachtszeit ihre Milchdrinks mit Pinup Girls gestaltet hat, welche comme il faut äußerst freizügig gekleidet sind. Eine von den Damen, nämlich die auf der Flasche mit der Geschmacksrichtung Schoko, ist – man glaubt es kaum – schwarz.
Also mit negroiden Zügen.
Also stark pigmentiert.
Anscheinend tragen die Mädels auf den Flaschen alle verschiedene Namen und so heißt die Schokomilch-Frau ziemlich stereotyp „Sharon Sheila Schoko“. Ich weiß leider nicht, wie die anderen Namen lauten, vielleicht ist auch eine „Dolce Banana“ darunter oder eine „Cherry Lady“. Menschen, die in der Lage sind, ein solches Design zu entwerfen, traut man ja alles zu.
Übrigens könnt ihr hier auf der Firmenseite von Müllermilch eine Abbildung sehen. ... hier gehts weiter

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