Falsche Kleidergrößen und die große Frustgefahr

kleidergrößen
Frustgefahr durch falsche Kleidergrößen

Ist euch das auch schon mal passiert: Ihr kauft euch etwas zum Anziehen und zwar in Größe M oder Größe 40, weil ihr wisst, dass euch diese Größe gut passt. Zu Hause müsst ihr dann feststellen, dass euch dieses hübsche Stück viel zu klein ist, obwohl ihr garantiert nicht zugenommen habt.
Wenn ihr Glück habt und euren Kauf wieder umtauschen könnt, wird euch die Verkäuferin vielleicht erklären, dass diese Marke generell ein wenig kleiner ausfällt. Aber warum macht man sich überhaupt die ganze Mühe mit Kleidergrößen oder genauer gesagt: Konfektionsgrößen, wenn die Dimensionen der Bekleidung letztendlich doch ziemlich willkürlich zu sein scheinen?

Größe L ist das neue M

Mit der Erfindung der Konfektionsmode im 19. Jahrhundert begann man, den Menschen, bzw. Kunden zu standardisieren. Also statt dem Maßnehmen an Körperlänge, Brustumfang, Hüftumfang usw. versuchte man Standardgrößen für die nun erhältliche Bekleidung von der Stange festzulegen. Das gibt natürlich Probleme, weil wir Menschen nicht alle gleich sind. Ganz besonders stark merkt man dies, wenn man als großgewachsener Däne, Niederländer oder Deutscher in Ländern wie Italien oder Frankreich einkaufen geht.
Dennoch kann man als allgemeine Tendenz feststellen, dass die Größe L das neue M geworden ist. Ich behaupte mal, dass die Hersteller hier ziemlich mogeln und einfach die Schnittmuster so optimieren, dass das Material möglichst gut ausgenutzt wird.
Manche Labels wollen auch einen bestimmten Typ Frau (oder Mann) ansprechen, der in ihren Augen jungenhaft schlank zu sein hat und ignorieren dann den Teil der Kundschaft, der eben ganz anders gebaut ist.

Frust beim Bezahlen

Wenn mir eine Bluse oder Jeans nicht passt, dann tausche ich sie einfach um und ärgere mich nicht weiter. Aber was mich wirklich frustriert ist der Umstand, dass gerade bei manchen Versandhäusern die Modelle in größeren Größen auch mehr kosten. Eine löbliche Ausnahme sind hier Online-Shops wie sieh-an.de und andere, bei denen alle Größenausführungen eines Artikels den gleichen Preis haben und nicht ein klitzekleine „ab“ vorangestellt wird.
Ich frage mich, inwieweit ein solches Vorgehen überhaupt mit irgendwelchen Wettbewerbsbedingungen konform ist.

Neue Kleidergrößen braucht das Land

Tatsächlich wurden in den Jahren 2007 bis 2008 in einer großangelegten Untersuchung namens „Size Germany“ etwa 13.400 Männer, Frauen und Kinder in Deutschland vermessen. Angeblich hat die Bekleidungsindustrie schon lange auf die Ergebnisse gewartet. Deswegen sind sie aber nicht weiter sensationell: Seit 1994 sind die Frauen in Deutschland um etwa 1 cm gewachsen, an der Taille und Hüfte haben sie 4, bzw. 2 Zentimeter zugelegt.

Da ist es eigentlich kein Wunder, dass mir Größe M nicht mehr passt!

Foto: Frustgefahr durch falsche Kleidergrößen ©frau-sabienes.de
Text: Falsche Kleidergrößen und die große Frustgefahr ©frau-sabienes.de

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8 Kommentare

  1. Ja, kann ich leider ebenso schildern. Nachdem ich „ausgewachsen“ war, hatte ich eigentlich immer Größe M und während ich Sport sei dank lange Zeit wegen kräftigerer Statur zwischen M und L schwankte, greife ich nun seit längerem nur noch zu L, was passt, wie einst M passte. Mittlerweile bin ich oben wieder schmäler geworden, aber an M ist eigentlich gar nicht mehr zu denken. Vor allem, sind finde ich, dass Shirts teilweise auch immer kürzer werden.

    Ganz furchtbar finde ich es allerdings, Hosen zu kaufen. Hier bin ich eigentlich nur noch in der Herrenabteilung unterwegs, weil bei Damenhosen gar nicht dran zu denken ist, wenn man etwas kräftigere Beine hat. Allerdings ist dann auch häufig das Problem… passt es an den Beinen, ist es oben viel zu weit. Für mich ist Hosen kaufen einfach nur Horror…

    1. @Nicole: M passt mir auch nicht mehr, auch wenn ich wieder meine alte Figur zurück habe. Allerdings verändert sich auch der Körperbau im Laufe der Jahre und man wird von dem her auch schon breiter.
      Hosen muss ich immer anprobieren. Denn meistens sind sie mir zu kurz und an der Hüfte zu weit. Oder zu eng … passiert auch.
      LG
      Sabiene

  2. Ich habe je nach Hersteller eine andere Größe. Darum kaufe ich Kleidung eigentlich IMMER nach Anprobe im Laden und NIE online, denn auf Umtauschen und Zurückschicken habe ich keine Lust.
    LG Iris

    1. @Iris: Ich probiere ganz ungern an. Lieber gehe ich wieder zurück und tausche alles um oder ich schicke die bestellten Sachen wieder zurück. Meistens muss man die Rücksendung auch gar nicht bezahlen. Es gibt Hersteller, da kaufe ich schon von Haus aus eine Größe höher, anderen kann man vertrauen.
      LG
      Sabiene

  3. ich muss immer probieren. Denn etwas schmaeler geschnittene Oberteile, die mag ich nicht. Ich trage keine enganliegende Bekleidung, dafuer bin ich zu dick. Aber wenn etwas ein wenig weiter geschnitten ist, trage ich dann oft eine Nummer kleiner. Dadurch kann ich nie auf die Groesse gehen, die eingetragen ist. Muss immer probieren

    1. @vivi: Ich habe es da gut. Oft muss ich nicht probieren, was mir ganz recht kommt. Aber gerade Hosen sind mir oft zu kurz und deswegen muss ich mich in so einer engen, grell ausgeleuchteten Umkleidekabine rumärgern 😉
      LG
      Sabiene

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