Frau Sabienes und die Literatur – Vier Fragen rund ums Lesen

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Frau Sabienes liest gerne

Wenn ihr ein bisschen durch diesen Blog blättert, werdet ihr feststellen, dass Literatur – egal welcher Art – eine große Rolle in meinem Leben spielt. Und so kommt es auch nicht von ungefähr, dass ich mich bei Aktionen wie Blogger schenken Lesefreude beteilige.
Wegen dieser Aktion und dem Welttag des Buches brummt im Moment die Blogosphäre und so ist es nur logisch, dass sich diesmal die 4 Fragen von Sandra ebenfalls um das Thema Literatur drehen:

Ich hätt da mal vier Fragen – Frau Sabienes und die Literatur

1. Lehrer haben es oft nicht leicht mit Büchern für den Deutschunterricht. Welche davon hast du verflucht und welches gefressen?

Ich hatte immer Glück, sowohl mit meinen Lehrern, als auch mit dem Lesestoff. Na gut, Meier Helmbrecht von Wernher dem Gärtner war ein wenig öde. Das beste Buch lasen wir in der 9. Klasse: Der Herr der Fliegen von William Golding. Das war damals schon sehr fortschrittlich.

2. Bücher beflügeln die Fantasie. Welche Figur hat dich so fasziniert, dass du gerne direkt ins Buch springen würdest, um für eine Weile die Rolle zu tauschen?

Natürlich bin ich hundertmal die Morgaine in dem Buch Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer Bradley gewesen!
Und ich bin regelmäßig einer der superschlauen Ermittler, auch wenn ich deswegen nach Schweden ziehen müsste.

3. Märchen sind zumeist grausam und passen eigentlich nicht mehr in die Kindererziehung der heutigen Zeit. Warum glaubst du, werden sie dennoch bis heute gern als Gute-Nacht-Geschichte verwendet?

Märchen hören sich grausam an. Aber man hat festgestellt, dass sie für die Kinder sehr wichtig sein können, besonders wenn es sich um Volksmärchen handelt. Grimms Märchen weisen immer bestimmte Konstante auf, wie „Es war einmal …“ (und das ist schon ganz lange her) oder „Und wenn sie nicht gestorben sind … “ (das ersehnte Happy End). Das Gute siegt immer über das Böse und auch ein armer Schneider hat eine Chance auf die Prinzessin. Volksmärchen sind sehr moralisch und haben klare Regeln.
Ich glaube schon, dass man sie den Kindern vorlesen kann, aber vor dem Gute-Nacht-Kuss sollte das “ … und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“ kommen.

4. Bestsellerlisten? Tipps aus der Buchhandlung von Buchblogs oder von Freunden? Wie wirst du auf Bücher aufmerksam, die du dir kaufst oder leihst?

Ich glaube, ich bin immer die Letzte, die etwas über ein neues Buch erfährt! Ich misstraue den Bestsellerlisten, freue mich aber immer, wenn ich dort ein Buch finde, dass ich gelesen habe. Und ich misstraue Büchern und Autoren, die einem Hype unterliegen.

Lest ihr gerne? Welche Rolle spielt für euch die Literatur?

Foto: Frau Sabienes und die Literatur – Vier Fragen rund ums Lesen ©frau-sabienes.de
Text: Frau Sabienes und die Literatur – Vier Fragen rund ums Lesen©frau-sabienes.de

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Zusammenfassung:
Frau Sabienes und die Literatur - Vier Fragen rund ums Lesen
Thema
Frau Sabienes und die Literatur - Vier Fragen rund ums Lesen
Beschreibung
Frau Sabienes und die Literatur - bei den vier Fragen von Sandra geht es heute um Bücher, Märchen und um das Lesen überhaupt
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13 Kommentare zu “Frau Sabienes und die Literatur – Vier Fragen rund ums Lesen

  1. Anne

    Moin Moin!

    Schön, dass auch du die MĂ€rchen fĂŒr Kinder nicht verdammst. Da gibt es ja wahre Gegner.
    Ich finde es auch wichtig, dass MĂ€rchen fĂŒr Kinder ein positives Ende haben mĂŒssen.
    Außerdem verstehen sie die Botschaft der MĂ€rchen ganz intuitiv.

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Anne

    1. Frau Sabienes Beitragsautor

      @Anne: Heutzutage wird von einer bestimmten Sorte Eltern sehr viel Nabelschau betrieben und sehr viel auf die Hochleistungs-Goldwaage gelegt.
      LG
      Sabiene

  2. Sandra

    Hallo Sabine,

    ich war zuerst Morgain ;-), aber gut wir können ja abwechseln.
    Der Herr der Fliegen, klasse, das nenne ich mal Ausbruch aus den Klassikern. Mir fĂ€llt ein, wir hatten auch noch Rolltreppe abwĂ€rts, damals ganz neu und hipp, kennst du das auch. Vor dem Schlafengehen muss das Happy-End drin sein, das glaube ich auch, am wĂŒnscht es sich ja auch im Erwachsenenalter noch, das alles gut ist, bevor wir das Buch schließen. Mir gehts jedenfalls so. Wenn eine Geschichte so ganz anders endet, als ich es fĂŒr mich gehofft habe, ist es irgendwie doof. Vielleicht lese ich deshalb so gerne Krimis, bei denen das Gute am Ende zu 98% das Böse hinter Gitter bringt ;-).

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Sandra

    1. Frau Sabienes Beitragsautor

      @Sandra: Ich bin Ă€lter, ich habe das Buch bestimmt viel frĂŒher gelesen, als du! 😉
      Oder wir wechseln uns ab.
      „Rolltreppe abwĂ€rts“ habe ich noch nie was gehört, aber gerade gegoogelt, dass es dazu auch einen Film gibt.
      Stimmt – das gute Ende macht viel Faszination bei Krimis aus.
      LG
      Sabiene

  3. Daggi

    Deine Antwort zu 4 könnte ich 1:1 ĂŒbernehmen, hab was Ă€hnliches geschrieben.

    Und eine Ermittlerin wĂ€re ich auch schon öfter gerne gewesen, aber nur bei einem verdammt gutaussehenden Ermittler an meiner Seite 😉

    1. Frau Sabienes Beitragsautor

      @Daggi: Naj, diese Ermittler sind ja oft schwer depressiv. Denke mal an Wallander & Co. Andererseits versteht es wohl ein Nicht-Ermittler nie im Leben, wenn man schon wieder nachts aus dem Bett hĂŒpfen muss, um den grausamsten Mord aller Zeiten aufzuklĂ€ren. Ein Dilemma!
      LG
      Sabienes

  4. tonari

    Bei einigen Fragen mĂŒsste ich ein bisschen ĂŒberlegen, aber das unbeliebteste Buch war fĂŒr mich eindeutig die SchulpflichtlektĂŒre „Der Untertan“ von Heinrich Mann.

    1. Frau Sabienes Beitragsautor

      @tonari: Heinrich Mann ist natĂŒrlich Hardcore. Und das behaupte ich mal blind, weil ich nie etwas von ihm gelesen habe …. 🙂
      LG
      Sabiene

  5. vivilacht

    ich halte mich da etwas zurueck, als Kind habe ich unmengen gelesen, so ziemlcih alles, dass es damals in der Leihbuecherei gab.
    Die letzten Jahre war ich die Bibliothekarin an der Grundschule (heute nur noch Ehrenamtlich, da gebe ich die neuen Buecher in den Computer ein und tausche Buecher, an dem Tag, wenn die Haupt bibliothekarin nicht da ist). Ich habe damals, als ich dort anfing, unmengen Neues zum Lesen gehabt. Die Buecher, die uebersetzt wurden, die kannte ich meistens, aber nciht die hiesigen Kinder- und Jugendbuecher. Ich bin der Meinug, dass ich wissen muss, was ich da stehen habe und habe mich eben durchgelesen. Mein groesstes Kompliment war, wenn die Kinder sehr zufrieden waren, wenn ich ihnen etwas empfohlen habe und anschliessend darueber mit ihnen sprach.

    1. Frau Sabienes Beitragsautor

      @vivilacht: Das muss eine riesige Aufgabe fĂŒr dich gewesen sein, die ganzen fremden KinderbĂŒcher durchzulesen. Hat dir das dann auch geholfen, die Sprache besser zu lernen oder konntest du sie vorher schon so gut? FĂŒr diese ganze MĂŒhe dann ein Kompliment von den Kindern zu ergattern, ist natĂŒrlich Gold wert!
      LG
      Sabiene

    2. vivilacht

      ich habe damals schon sehr gut die Sprache gesprochen und gelesen, und es half mir sehr, dann mit den Schreibfehlern. Das wurde auch besser. Lesen und Schreiben, also die Buchstaben, die habe ich schon mit 5 Jahren gelernt, so wie Deutsch. Nur verstehen, das kam erst viel spaeter.
      als wir auf einem unserer Sabbatical Jahr waren, da haben mir die Kinder mails geschrieben, dass sie mich vermissen, dass meine Vertretung fast keine Buecher kennt etc.

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